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Finissage »Concave Thoughts« mit Filmscreening

03.03.2017, 18:00
ESPACE DIAPHANES, Dresdener Str. 118, 10999 Berlin

Am letzten Abend der Ausstellung »Concave Thoughts. A visual parcours with books and animations« zeigen wir die folgende Filme von Yves Netzhammer und laden zur Finissage:

 

Die Adressen unmöglicher Orte / Addresses of Impossible Places
Computeranimation, 22’12“, Soundtrack Bernd Schurer, 2009
 

Dialogischer Abrieb / Dialogical Abrasion
Computeranimation, 18‘34“, Soundtrack Bernd Schurer, 2011
 

Vororte der Körper / Peripheries of bodies
Computeranimation, 20‘19“, Soundtrack Bernd Schurer, 2012
 

Formales Gewissen / Formal Conscience
Computeranimation, 19‘55“, Soundtrack Bernd Schurer, 2013

 

 

 

Yves Netzhammer

(*1970) lebt und arbeitet in Zürich. Souverän verschränkt er in seinen Arbeiten die Raum- und Zeitmedien Bewegtbild und Text, Animation und Skulptur, Installation und Zeichnung. Als Künstler im Grenzbereich von Computerkunst, Video, Animation, Zeichnung, Skulptur und Multimedia hat er sich ein internationales Renommee erworben. Immer wieder liefert er Bildbeiträge für verschiedene Magazine und Tageszeitungen. Im Jahr 2007 zeichnete er für den Schweizer Pavillon auf der Biennale in Venedig verantwortlich. Ausstellungen der letzten Zeit (Auswahl): Arnolfini, Bristol; MONA, Tasmanien; Kunstmuseum Bern; Palazzo Strozzi, Florenz; Kunsthalle Winterthur, SFMOMA, San Francisco, USA.

Yves Netzhammer: Concave Thoughts

Digitale Zeichnungen grundieren das vielschichtige Werk des Schweizer Künstlers Yves Netzhammer von Anfang an: im leeren, gravitationslosen Raum gezogene Linien, die ein Denken in Figuren ebenso ins Bild setzen wie Figuren des Denkens – bizarr, komisch, unheimlich. Linien und Flächen lassen aus Dingen Wesen hervorsprießen, Figuren werden in fortgesetzten Gestaltwechseln überhaupt erst kenntlich, Lebendes wird zu Apparaten, Köpfe mutieren zu Räumen, an Drähten reihen sich Parallelwelten auf wie Perlen.
Vordergründig ohne Spuren handwerklicher Individualität, offenbaren sich in den am Computer generierten Zeichnungen die Widersprüche zeitgenössischer, medial subvertierter Autorschaft und Subjektivität. Netzhammers ebenso raffinierte wie präzise Bildrhetorik eröffnet ein subtiles Spiel, das dem Betrachter jede Lesart erlaubt und ihm diese sogleich widerlegt. So entstehen Kippbilder, in denen je nach Blickwinkel Komplexität und Leichtigkeit, formale Strenge und gedankliches Wuchern in den Vordergrund treten.


»Concave Thoughts« ist ein eigens konzipierter Buchraum, ein Taschenuniversum für Denker und Sinnierer, ein Vademecum, Logbuch, unendliches Storyboard einer Kunst auf der Höhe und in den Untiefen ihrer Zeit.

Ausgabe mit 32 verschiedenen Covern. 3200 unterschiedliche Zusammenstellungen von 32 Druckbögen mit jeweils 16 Seiten.