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Literatur

La molle et voluptueuse décadence du lieu
 La molle et voluptueuse décadence du lieu

Bruce Bégout

L’homme de Venise

Je ne parlerai pas ici de mon métier. Je pratique l’urbex depuis plus de vingt ans et mon blog est le plus consulté sur la toile. J’y ai compilé des centaines de visites sur des sites oubliés, décrit des lieux abandonnés aux quatre coins du monde (tunnels, bases sous-marine, parcs d’attraction, asiles, usines, etc.) narré mes aventures dans ces endroits insolites et reculés qui exercent une grande fascination sur l’imagination moderne. Tout le monde connaît mon nom – un pseudonyme...
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Es gibt kein absolutes Besonderes.

Rolf Bossart, Milo Rau

Es gibt kein absolutes Besonderes.

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Ein Roadtrip ohne Road

Mário Gomes

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Maria Zinfert (Hg.)

Kracauer. Fotoarchiv

Das Fotobuch »Kracauer. Fotoarchiv« zeigt vorwiegend unveröffentlichte fotografische und handschriftliche Materialien aus dem Nachlass des Soziologen, Feuilletonisten und Filmtheoretikers Siegfried Kracauer: Portraits, Stadt- und Landschaftsaufnahmen eröffnen Einblicke in den durch Flucht und Exil geprägten Lebensweg des Autors und seiner Ehefrau Elisabeth, genannt Lili. Die Portraits Kracauers, die bisher anonymen Fotografen zugeordnet wurden, stammen alle von seiner Frau Lili, und auch Kracauer selbst hat forografiert, wie die im Deutschen Literaturarchiv Marbach aufbewahrten originalen Abzüge, Kontakte, Filmrollen und handschriftliche Materialien erweisen (unter...
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Aktuelle Texte

Reiner Schürmann

»Ich bin nicht gut im Vergessen. Ich kann es überhaupt nicht«

»Joan, die Vergangenheit, die man mir aufdrängt, will ich nicht. Mit dir suche ich mir eine andere, die lustiger ist.«


»Heute nachmittag gibt es ein Picknick. Am kleinen Wasserfall. Alle gehen hin.«


»Dein Afrolook gefällt mir.«


»Faß mal an. Aus Roßhaar.«


»Ich will meine Hände drin vergraben. Mich festklammern. Meinen Kopf drin verstecken. Du wirst mich aus diesen üblen Schwaden herausholen.«


»Von wegen Schwaden. Die sind hier drinnen. Hinter dieser Stirn, da drinnen schwelt es.«


»Nein, sie kommen einfach, umrißlos. Selbst du schaust mich so an, wenn du redest…«


Unsere schwitzenden Leiber ziehen die Fliegen an. Die Luft ist zum Ersticken. Selbst die Bremsen sind benommen. Sie versuchen nicht ein­mal davonzufliegen, wenn man sie zerquetscht. Mechanische Handgriffe. Ich verbrenne mich an meiner Gürtelschnalle. Der Schatten bildet einen schwarzen Fleck um uns, doch auch hier herrscht dieselbe Hitze. Ich habe jede Vorstellung von Kühle verloren. Vor uns das riesige Baumwollfeld. Weiße Fasern überall, wie Speichelflocken. Joan und ich...

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Aktuelle Texte

Stefan Zweifel

Macht und Ohnmacht der Literaturkritik

Der Autor kuschelt sich wie der Neurotiker auf der Couch und kuscht […]. Husch, husch ins Körbchen, sagt der Analytiker zu den Neurosen und der Neurotiker nickt und nickt. Husch, husch ins Wörtchen, sagt der Kritiker, und der Autor kuscht. 


Und das Publikum? Es klatscht. Der Dressurakt ist gelungen. Der Autor liefert dem Leser, was ihm der Kritiker vorschreibt, und der Leser liest das, was ihm der Kritiker verschreibt. Das Lesen als ­Strafkolonie.


Dabei aber, und das ist die alte Falle der Dialektik, kuscht der Kritiker selbst. Er kuscht vor sich selbst, vor jenem Selbst, dessen Rolle er brav ausführt, und vergisst, dass das Lesen letztlich eine Suche nach einem anderen Ich wäre. Nach einem Ich, das sich allen Zuschreibungen entzieht. 


Das Ich wird zum Anderen so, wie in den Übersetzungen die eigene Sprache sich ins Fremdartige weitet. Es ist genauso wenig die Aufgabe des Kritikers wie des Übersetzers, den fremden...

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