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Roberto Esposito: Immunitas

Roberto Esposito

Immunitas
Schutz und Negation des Lebens

Übersetzt von Sabine Schulz

Klappenbroschur, 256 Seiten

Ein bedeutender Beitrag zur Debatte um biopolitische Strategien

Was haben Warnungen vor Computerviren, vor einem weltumspannenden Terrorismus oder vor einer neuen hochansteckenden Krankheit miteinander gemeinsam? Profund und konzis entwickelt der italienische Philosoph Roberto Esposito den Begriff »Immunität« als ein Grundparadigma an den Schnittstellen von Medizin, Politik und Recht, das heute mehr denn je an Gültigkeit gewinnt. Denn: Je stärker das Gefühl des Ausgesetztseins gegenüber dem Risiko von Infiltration und Ansteckung durch von außen kommende Elemente wird, desto mehr zieht sich das Leben des Einzelnen wie der Gesellschaft in das Innere der eigenen, schützenden Grenzen zurück. Die Option einer solchen Immunisierung hat freilich einen hohen Preis: Ebenso wie der Körper des Einzelnen kennt auch der Kollektivkörper die »Impfung« durch das von außen kommende Übel selbst, was bedeutet, es in einer kontrollierten Präventivmaßnahme selbst eindringen zu lassen. Somit kann das Leben dem Zugriff des Todes nur entgehen, wenn es dessen eigenes Prinzip inkorporiert – und dadurch die »Form« des Lebendigen seinem reinen biologischen Überleben opfert.

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  • Biopolitik

»Ein dritter Ansatz neben Negris Empire und Agambens Ausnahmezustand.« de:bug

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Roberto Esposito

Roberto Esposito

lehrt Philosophie und politische Wissenschaften in Neapel. Er ist Mitarbeiter der politischen Zeitschrift »Micromega«, Kodirektor der Zeitschrift »Filosofia Politica« und Gründungsmitglied des Centro per la Ricerca sul Lessico Politico Europeo mit Sitz in Bologna. Roberto Esposito arbeitete wiederholt mit Jean-Luc Nancy und Giorgio Agamben zusammen.

»Die Krankheit – und der Tod – ist der Schlagschatten, in dem sich die Wissenschaft vom Leben herausbildet.«

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