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Simon Critchley: Unendlich fordernd

Simon Critchley

Unendlich fordernd
Ethik der Verpflichtung, Politik des Widerstands

Übersetzt von Andrea Stumpf und Gabriele Werbeck

Klappenbroschur, 192 Seiten

Ethik der Verpflichtung, Politik des Widerstands

Engagiert und schonungslos stellt sich Simon Critchley in seinem neuesten Buch unser aller trostloser Zeitgenossenschaft. Der nicht endende Krieg »gegen den Terror«, die Korrosion politischer Strukturen, die Politik und das Management der Angst in den westlichen Gesellschaften haben zu einer massiven Enttäuschung und Mutlosigkeit in Bezug auf die Demokratie geführt. Und noch vor einigen Jahren war undenkbar, was heute an der Tagesordnung ist: dass sich gesellschaftliche Debatten um die Legitimität der Folter auf ein ethisches Gebot des Handelns stützen, und zwar auf das Gebot eines allerorten auftrumpfenden, seelenlosen Pragmatismus.

Um dieser Situation zu begegnen, legt Critchley die Grund­lagen für eine Theorie ethischer Erfahrung: das unverhandelbare Bekenntnis zu ethischer Verantwortung. Seine Untersuchungen des Problems der Ethik bei Kant, Levinas, Badiou und Lacan führen Critchley zu einer Konzeption von Subjektivität, die auf der uneingeschränkten Verpflichtung einer ethischen Forderung gründet. Am Schluss seines Essays tritt Critchley aus der Deckung mit einem Plädoyer für einen fundamentalen Anarchismus als ethische Praxis – und als neu zu begründendes Mittel radikaler Politik und politischer Organisation.

Der Essay liest sich als unbarmherzige Zeitdiagnose, als scharfsinnige theoretische Analyse der Pattsituationen und Möglichkeiten politischen Handelns – und nicht zuletzt als ein emotionales und streitbares Manifest. Die bislang klarste, kühnste und systematischste Zusammenfassung von Critchleys Positionen zu Philosophie, Ethik und Politik.

  • Anarchismus
  • Levinas
  • Verantwortung
  • Ethik
  • Widerstand
  • Politik

»Critchleys Buch Unendlich fordernd markiert insofern eine Trendwende, als es ihm darum geht, von der Wiederkehr des Religiösen zur Formulierung einer praktischen zeitgenössischen Ethik zu gelangen.« Johannes Thumfart, taz

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Simon Critchley

Simon Critchley

ist ein britischer Philosoph. Er ist Professor für Philosophie an der New School for Social Research in New York und Teilzeitprofessor an der University of Essex. Seit 2010 unterrichtet er außerdem an der European Graduate School in Saas-Fee und ist zudem Gastprofessor an der Universität Sydney (AUS) und der University of Notre Dame (USA). Zwischen 1998 und 2004 war er Programmleiter am Collège International de Philosophie in Paris.

Weitere Texte von Simon Critchley bei DIAPHANES

»Politik erfordert subjektive Erfindungsgabe, Vorstellungskraft und Geduld, ganz zu schweigen von Zähigkeit und Gerissenheit.«

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