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Diskurs

Part Dieu. The Painting of Francisco Sierra
Part Dieu. The Painting of Francisco Sierra

Michael Heitz

Another New God in Parts

You have to imagine Francisco Sierra as a cheerful painter. Not only do his A Self Portrait, from 2005, and the series ExBolígrafo, from 2005/06, suggest this but also his jocularly gloomy alternation between photo- and sur-realist visual gesture along with a highly idiosyncratic selection of subject matter. This is so remarkable that the viewer sets out on a frequently convoluted reversed trail along the process of painterly image-making in order to look for motifs in the sense of motivation—not... ABO
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  • Malerei
News + Veranstaltungen

Gespräch mit Jean-Luc Nancy: Stören! – Strategien politischer Intervention

13.06.2017, 19:30

Maxim Gorki Theater
Am Festungsgraben 2
10117 Berlin
Deutschland

 

Themen
Aktuelle Texte

Brian Massumi

Complexifying the Subject of Interest

We are enjoined to rational choice. We are taught that our freedom is one with the freedom of choice. We are told we become who we are by how we choose. We are assured that if we choose well, according to our own best interests, we will end up serving the interests of all. We are told that there is a mechanism in place to ensure this convergence between our interests and others’. Market is its name. Its “invisible hand” adjusts best choices to each other, its magic touch guided by the principle of competition. Competition weeds out suboptimal choices, selecting for efficiency. Efficiencies multiply each other, minimizing effort and maximizing profit for all. The market, we are further led to believe, is self-regulating. It has a natural inclination toward optimization. As political subjects, we are enjoined to vote, rationally, in its interests so that we may pursue our own,...

  • Homo oeconomicus
  • Neoliberalismuskritik
  • Krise
  • Affekte
  • Epistemologie
Aktuelle Texte

Gianluca Solla, Chiara Zamboni

Die Schaffung von Freiräumen als Widerstandspraxis

Das Verhältnis zwischen Studierenden und Lehrenden ist der Raum, in dem, trotz der immer knapperen Studienzeit, ein Experimentieren des Lehrens und des Lernens stattfinden kann. Im Gedankenaustausch zwischen Studierenden und Lehrenden erhalten die Transformationen der Realität einen sprachlichen Ausdruck (↑ Korrektur). Erst so kann eine Diskussion darüber stattfinden, wie man in Bezug auf solche Transformationen handeln kann.

Lehren und Lernen: Es handelt sich dabei nicht um programmierbare, objektive Faktoren, sondern um Erfahrungen, über die zwar berichtet werden kann, die aber nicht antizipierbar sind. Sie machen Sinn erst in den Prozessen, aus denen sie hervorgehen (↑ Vorlesung2). Nur teilweise sind solche Prozesse bewusst und lassen sich anderen zeigen. Der Versuch, sie zu verstehen und mit ihnen umzugehen, erhöht unser Bewusstsein und unsere Fähigkeit, mit Kreativität und Genauigkeit im Unterrichtsraum und in anderen Lernsituationen zu handeln und zugleich darüber nachzudenken.

Die Begegnung von unterschiedlichen singulären Erfahrungen regt den Kreislauf des lebendigen Denkens an. Sie besitzt eine...

  • Bildungspolitik
  • Governance
  • Italien
  • Institution
  • Bologna-Prozess

 

“Every human body is an old civilization”
“Every human body is an old civilization”

Susanne Witzgall

“Every human body is an old civilization”

Susanne Witzgall: One common point in your texts in that both of you describe migration as an incomplete process, as a practice that is not completed with the arrival at the destination, but perhaps even only finds its starting point, its beginning, there. For instance, you Christian Kravagna, have written in your essay that many migrants develop a practice of travelling back and forth, almost like commuting, a process in which there is no definitive home that one can return... ABO
Aktuelle Texte

Erich Ribolits

Kritik als Widerstand gegen das Regiertwerden

Mit Bildung – als jenem Begriff, mit dem die Herausbildung des selbständigen Vernunftgebrauchs umschrieben wird – wird nach Kant bloß innere Freiheit angestrebt. Äußere Freiheit dagegen ist für ihn dezidiert nicht das Ziel von Bildung! Diesbezüglich formuliert er unmissverständlich, dass der Mensch im, wie er es bezeichnet, »bürgerlichen Amte«, also in Ausübung einer Funktion in der Gesellschaft, bloß Werkzeug sei und deshalb gehorchen müsse. Mit dieser Dichotomisierung von Freiheit definiert Kant das wohl wesentlichste und gleichzeitig am häufigsten verdrängte Bestimmungsmerkmal jener Idee menschlicher Weiterentwicklung, die unter dem Begriff Bildung in der Folge Furore gemacht hat und die den Umgang mit Lernen in den deutschsprachigen Ländern Europas bis heute massiv prägt: Bildung meint Selbstbeherrschung, nicht jedoch Widerstand gegen politisch auferlegte Herrschaft!

In letzter Konsequenz überschreitet Kant mit seiner Theorie des Erlangens von Mündigkeit durch den autonomen Vernunftgebrauch die Vorstellung des regierungsbedürftigen Individuums somit nicht wirklich. Trotz seiner Aufforderung, Mut zum autonomen Gebrauch des Verstands...

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Aktuelle Texte

Jacques Rancière

Eine Ästhetik der (Er)kenntnis

Was ist unter der Anrufung einer »Ästhetik der Erkenntnis« zu verstehen? Offenbar geht es nicht darum, dass die Formen der Erkenntnis eine ästhetische Dimension hinzuziehen sollten. Der Ausdruck setzt voraus, dass eine solche Dimension nicht beizufügen ist wie ein zusätzliches Ornament, sondern ohnehin da ist, als eine unmittelbare Gegebenheit der Erkenntnis. Es bleibt zu sehen, was dies beinhaltet. Die These, die ich vorstellen möchte, ist einfach: Von einer ästhetischen Dimension der Erkenntnis sprechen, heißt von einer Dimension der Unwissenheit sprechen, welche die Idee selber und die Praxis der Erkenntnis zerteilt.


 

Diese Aussage beinhaltet natürlich eine vorhergehende These zu dem, was »Ästhetik« heißt: Ästhetik ist nicht die Theorie des Schönen oder der Kunst, und auch nicht die Theorie der Sinnlichkeit. Ästhetik ist ein historisch bestimmter Begriff, der ein spezifisches Regime der Sichtbarkeit und Verständlichkeit der Kunst bezeichnet, der sich in eine Rekonfiguration der Kategorien sinnlicher Erfahrung und ihrer Interpretation einschreibt. Diesen neuen...

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  • Alain Badiou
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