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News + Veranstaltungen

Screening: Filme von Yves Netzhammer

24.02.2017, 18:00

ESPACE DIAPHANES
Dresdener Str. 118
10999 Berlin
Deutschland

Ausstellung: Yves Netzhammer: Concave Thoughts

27.01.2017 – 03.03.2017

ESPACE DIAPHANES
Dresdener Str. 118
10999 Berlin
Deutschland

Verbannung aus Kalifornien

Angelika Meier

Osmo

„Angeklagte, Sie haben das letzte Wort.“ „Ich möchte sagen, dass mir alles sehr, sehr leid tut und dass ich mich bei den Angehörigen entschuldigen möchte.“ „Bei wem? Das Opfer hatte keine Angehörigen.“ „Oh, äh nein, ich meine natürlich … meine, natürlich … meine Angehörigen.“ Mary Lynn hob endlich den Kopf, sah den Richter zum ersten Mal seit Prozessbeginn fest an und wandte sich dann, beflügelt vom Mut, der eigenen Wahrheit im irritierenden Spiegel des richterlichen Vierauges ins Gesicht zu sehen, ebenso entschlossen dem Saal zu, in...
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Claire Denis

Fragility is the only thing I really know about me

I am not a very balanced person. I am fragile and sad – almost as described in Triste Tropiques by Claude Lévi-Strauss. I feel both those adjectives, I grew up with them. I was aware of my fragility even when I was very young – a baby, learning to walk, living somewhere in Africa and already feeling that the number of white persons was very small compared to the number of black persons and also noticing that most of the black persons that I met were gardeners or maids. I felt – I am sure I am not lying – even at that very young age, not a sense of injustice, but a sort of guilt.

Guilt for what? My parents were nice people, they treated everyone well. My father was avidly learning languages, he spoke many African languages and also Pidgin English very well and he used to speak it...

  • Autorenfilm
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  • Autofiktion
Artur Żmijewski

»… it’s rather that my perception of the world is unbearable for others…«

Film is a space of freedom – you can behave cynically, or even cruelly, and the viewers will think it’s ›just acting‹ anyway, so you have an alibi.
 Reality is a bit like we describe it. Our bodies are also like we describe them. Disease is pathophysiology’s narrative about the body. Old age is the narrative about the body told by the social security system. Bodies happen to be as society wants them. If it’s a nationalised body, for instance, one called up into the army, the narrative will be potentially tragic and lofty at the same time. […]

Compassion is a concept invented for the purpose of the onlookers – it’s their alibi. I look because I sympathise, not because I’m fascinated by physical deformity – such as the sight of a legless man. And yet it’s also a roadshow of forms, a theatre of strange visual combinations, of unexpected...

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Deutsch

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Neuerscheinungen
Weitere Themen
Rosi Braidotti

We need more planetary dimensions!

My life-long engagement in the project of nomadic subjectivity rests on a specific cartography of our globalised times, marked by large-scale and technologically-mediated transformations of our social, economic and political universes. I start from the assumption that, as a result of these upheavals, traditional forms of self-representation, familiar cultural points of reference and age-old habits of thought are being re-composed, albeit in contradictory ways.

Our historical context is marked by the schizoid structure of technology-driven advanced capitalism, as Deleuze and Guattari lucidly put it. Examples of the non-linear and internally contradictory ways of the working of this system are the vast accumulation of wealth alongside growing disparities in income, well-being and access to the very technologies that sustain our economy. Another example is the paradox of a world economy linked by a thick web of transnational flows of capital and labour, which functions through different forms and speeds of mobility, including...

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Damian Christinger

Konkave Gedanken zum konkaven Denken

Ob Archimedes im 3. Jh. vor unserer Zeitrechnung die römische Flotte vor Syrakus tatsächlich mit Hilfe von Hohlspiegeln in Brand steckte, gilt unter Philologen, Experimental-Archäologen und anderen Experten für Archaisches und Arkanes als äußerst umstritten. Zu lange die Zeit, in der die Schiffe unbeweglich ein Ziel hätten abgeben müssen. Da aber eine der erste Beschreibungen der antiken Laser von Lukian von Samosata stammt, kommen auch andere Möglichkeiten, anstelle der normalerweise zur Schmälerung von Archmides’ Genie ins Feld geführten Übersetzungsfehler, für die Legendenbildung in Frage. Lukian war nicht nur ein ausgezeichneter Satyriker, er kann vielleicht auch als Erfinder der Science-Fiction gelten, so zumindest sehen ihn hunderte Jahre später Erasmus von Rotterdam und Thomas Morus, die gemeinsam einige seiner Schriften herausgeben (luciani opuscula, 1506).

Lukian von Samosata war ausgebildeter Künstler – so behaupten es seine wenigen Biografen – und sehr an ästhetischen Fragen interessiert. Ihm war also das gefährliche Potential einer konkaven Spiegelfläche...

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  • Optische Medien
  • Gegenwartskunst
Let’s find the stage of human affairs

Marion Muller-Colard, Clémence Pollet

Hannah Arendt's Little Theater

While about to finish her last book, the philosopher Hannah Arendt is disturbed by her stubborn alter ego, 9-year-old Little Hannah. Reluctantly, the old woman lets herself drag out onto the streets of New York and into constant conversation by the inquisitive little girl. They enter a little theatre, and together they watch mankind, society, politics, power evolve – and they also experience the role of Evil (in the person of a wolf and of numerous wooden puppets) and its...
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Bruce Bégout

Die unwiderstehliche Lust, nicht wie alle anderen zu sein


Es ist die Stunde, da die Betriebsamkeit zu Ende geht, die Stunde zwischen hündischer Plackerei und wölfischer Entspannung am Tagesende, die Stunde, da man die Arbeit sein lässt und, weil es nicht anders geht, satt von Müdigkeit und Verzicht nach Hause geht, die Stunde der Aufwallungen, der Bilanzen, der Launen, der Projekte, die, noch bevor sie gelebt haben, schon gestorben sind, der Reue ohne Schuldgefühl, der physischen Mattigkeit, die das Aufkommen noch der banalsten Unterhaltungen ausbremst, der abgestandensten Ideen, der leeren Formeln, die Stunde, da man naiv glücklich ist, weil man frei ist, und traurig, weil man nicht weiß, was anfangen mit dieser Freiheit, die Stunde, da man sich noch nicht bewusst ist, dass morgen alles wieder losgeht, die Stunde, da man die freie Zeit genießen möchte, Zeit und Freiheit jedoch unfassbar bleiben, die Stunde der happy hour für die sad few, die Stunde, die keine sechzig Minuten dauert, die...

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In 62 Episoden bis zum Tod

Gertrud Koch

Breaking Bad

Albuquerque, New Mexico, eine Stadt in der Wüste und Zentrum des zweitärmsten Bundesstaates der USA bewirbt ihre Schönheiten mit dem Slogan »It’s a trip.« Viele treten ihn an, weil die Stadt unter ihren rund 500.000 Einwohnern fiktionalen Zuwachs bekommen hat: Die Figuren einer Fernsehserie des sogenannten Quality TV, Breaking Bad. Die von Vince Gilligan entwickelte Serie ist diesem Slogan gefolgt: Der Trip ist einer, der aus den kleinbürgerlichen, angloamerikanischen Bezirken der Wüstenstadt mit ihren säuberlich aufgereihten Häusern samt Swimming­pool, Barbecue... ABO
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Mário Gomes

Über literarische Sprengkraft

Kaum etwas setzt schneller Rost an als Kriegsgerät und Literatur. Da nützt weder Pflege noch Wartung, am besten ist es, man lässt das Material einrosten und rüstet derweil am anderen Ende nach, erweitert Bestände, feilt an Technologien und poliert vor allem die Oberflächen auf Hochglanz, bzw. man nimmt den einfachen Weg und lässt eine Glanzschicht auftragen – einen feinen, seidenen Film –, denn so geht das heutzutage: man trägt auf. Dieser chemische Glanz der Panzer und Bücher kommt von der Sprühdose. Er hält allerdings nicht lange, sondern schwindet, sobald das Auge sich abwendet, und das Auge wendet sich schnell ab. Wo der Blick dann aber als nächstes hin eilt, glitzert und funkelt es wieder: bei jeder Militärparade wie bei jeder Buchmesse.

Dieser Glanz ist jedoch bei weitem nicht das einzige, was Krieg und Literatur verbindet. Ihre Verknüpfungen sind vielfältig und verworren. Wo Gewalt aufhört und das Schriftzeichen anfängt, ist selten klar,...

Alexander García Düttmann

What is the Contemporary?

The contemporary seems to be a rare animal that can rotate on its own neck and exhibit different faces, depending on whether we think of it as a given or an uncertain achievement, as an empty, abstract, deceptive present or a springboard into the past and the untimeliness of creation. But if the contemporary is indeed Janus-faced, even the sadness of an encounter with its emptiness, with the semblance of radicalism, must still relate to the excitement of leaping into “now time” or starting to write. Is the present not necessarily empty and therefore always a cause for sadness, also in the case when, in acquiring the sense, or developing the instinct, that is required to venture into the past’s “now time,” we begin to depart from it? In one of his last letters to a young poet, dating from 1904, Rilke distinguishes between two forms of sadness, or rather...

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  • Dichtung
  • Kunstkritik
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On the distribution of bodies in space

Stefan Hölscher (Hg.), Gerald Siegmund (Hg.)

Dance, Politics & Co-Immunity

The past years have seen a re-emergence of the need to think about and conceptualise the arts in general and dance in particular in terms of the political. Developments in globalised neo-liberal capitalism and the changes it has produced in the social fabric seem to beg for a statement of some kind from the artistic field. What is more, these changes increasingly affect the production and reception of dance itself, thereby laying bare the ideological underpinnings of its claim for...
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Philipp Felsch

Wissen, ca. 1980

Offen gestanden versuche ich, das Wort ›Praktiken‹ inzwischen möglichst selten zu verwenden. Denn bei den letzten Malen zerfiel es mir manchmal wie ein modriger Pilz im Mund. Wenn ich es von anderen höre, reagiere ich skeptisch: Kaum ein anderer Begriff kommt innerhalb der Wissenschaftsgeschichte und den angrenzenden Kulturwissenschaften nämlich mit einer so massiven Selbstevidenz daher. Meistens nicht allein, sondern von einem Attribut begleitet. Dann ist von ›diskursiven‹, ›epistemischen‹ oder ›kognitiven‹ Praktiken die Rede. Stets geht es darum, etwas, das mit Wissen, mit Denken oder Begriffen zu tun hat, in Wirklichkeit als Praxis zu erweisen. Soweit ich sehe, ist das seit den achtziger Jahren der Fall. Doch anders als damals werden die Voraussetzungen, die Ansprüche und Implikationen dieser Umdeklarierung heute kaum noch diskutiert. Eine diffuse Bedeutung, die immer mittransportiert wird, lautet: »Hier wird keine Ideen­geschichte getrieben.« – »Und das ist auch gut so!«, könnte der oder die Betreffende sogleich hinzufügen, denn einer...

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Hartmut Böhme

Der Märtyrer macht sich die Welt zur Bühne

Familienbande, Vaterliebe, Kindesliebe, Gattenpflicht, weibliche Furchtsamkeit, Angst vor den Autoritäten des Staates, Angst vor Schmerzen und Tod: All dies sind nichts als Versuchungen des Bösen, die vom geraden Weg in den Himmel ablenken. Der Märtyrer verfolgt eine Strategie der Selbsterlösung. Er verwandelt die Welt zur Bühne seiner grandiosen Inszenierung, so sehr er den Mächten der Welt zu unterliegen scheint. Seine machtlose Geringfügigkeit verwandelt er in einen Triumph, der seinen Namen unsterblich und seine Preisgegebenheit zum Umschlagpunkt seiner Erlösung macht. Die Selbstbefangenheit, die nur eine Variante der Gefangenschaft in den Fallstricken der weltlichen Versuchungen ist, wird im Modus rückhaltloser Selbstpreisgabe unendlich frei. Das arme Ich wird unmittelbar in die Verschmelzung mit dem narzisstischen Glanz eines erlösten Ideal-Selbst überführt, das durch kein Gesetz – sei’s des Vaters, des Geschlechts, des Staates – mehr begrenzt werden kann. Gerade in der totalen Passivität der passio wird die totale Regie über die Ereignisse erlangt. Diese verlaufen nur...

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