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Kunst

Berichte aus der Fiktion
Berichte aus der Fiktion

Peter Ott

Die monotheistische Zelle oder Berichte aus der Fiktion

Ungefähr 2007 hatte ich die Idee, einen Spielfilm über eine deutsche Frau zu machen, die im Irak entführt wird. Es sollte eigentlich ein reines Kammerspiel werden, das mit zwei intradiegetischen Kameras arbeitet: einer Videokamera der Entführer, mit der sie abwechselnd ihre Geisel überwachen und Propagandavideos drehen, und der Videokamera, mit der nach ihrer Befreiung der BND-Mitarbeiter seine Befragung der Entführten dokumentiert. Der Titel sollte „Die monotheistische Zelle“ lauten und einen theologischen mit einem geheimdienstlichen Raum in Deckung bringen. Ungefähr zur selben... ABO
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»Wenn man eine solche Frau hat, lässt sich auch in Berlin leben.«

»Wenn man eine solche Frau hat, lässt sich auch in Berlin leben.«

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»I don’t think the place of power is empty«

J.R.: Democracy is first and foremost neither a form of power nor a form of the emptiness of power, that is, a form of symbolising political power. For me, democracy isn’t a form of power but the very existence of the political (in so far as politics is distinct from knowing who has the right to occupy power or how power should be occupied), precisely because it defines a paradoxical power – one that doesn’t allow anyone legitimately to claim a place on the basis of his or her competences. Democracy is, first of all, a practice, which means that the very same institutions of power may or may not be accompanied by a democratic life. The same forms of parliamentary powers, the same institutional frameworks can either give rise to a democratic life, that is, a subjectivation of the gap between two ways of counting or accounting for the...

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Zur Kritik der Wirksamkeit in den Künsten
Zur Kritik der Wirksamkeit in den Künsten

Kathrin Busch (Hg.), Burkhard Meltzer (Hg.), ...

Ausstellen

Das Ausstellen als eine Kritik der Wirksamkeit aufzufassen, ist sicher kein ungewöhnlicher Gedanke. Man könnte die Geschichte des Ausstellens sogar in erster Linie als Widerstand gegen ein bestimmtes Verständnis von Wirksamkeit lesen. Als ästhetische Einklammerung soll die Ausstellung eine Kontinuität zur alltäglichen Handlung unterbrechen. Die Ästhetik der musealen Räume etabliert sich als Gegenbild zum zweckorientierten Umgang mit Dingen. Trotz vielfacher künstlerischer ­Initiativen, dieses Paradigma durch die Thematisierung insti­tutioneller Bedingungen oder durch die Herstellung von sozialen Interaktionen kritisch zu befragen, gehört...
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Aktuelle Texte

Zu Nietzsches zwei Venedig-Gedichten

Mein venezianischer Freund Vitale Zanchettin hat auf meine Bitte hin nachgefragt und im stattlichen Haus zwischen dem Fondaco dei Tedeschi und der Rialto-Brücke einen Restaurantbesitzer angesprochen. Er hat spontan von Familienerinnerungen an Nietzsche berichtet. Die Trattoria ist seit Generationen in Familienbesitz. Die Großmutter des heutigen Eigentümers konnte sofort das Zimmer zum Canal Grande und das Fenster zum Ponte Rialto aus Erzählungen der Eltern identifizieren. Das Zimmer Nietzsches im Mezzanin, zweites Fenster von links, ist heute die Küche der Trattoria mit dem Namen „Dal Buso“. Das ist ein obszönes venezianisches Dialekt-Wort für Loch und erinnert drastisch an das Kurtisanen-Viertel, in dem Nietzsche dieses Gedicht schuf.

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Aktuelle Texte

Toward a Social Logic of the Derivative

The moral panic directed by re-energized conservatives at idle (but really idled) youth would cast a broad net of guilt over errant culture – whether that is screen or stage, digital monomania or excessive streetlife. But we could see in these decentered movement practices derivative cousins of moshing, mashing and mixing, as well as in alternate artistic practices of collectives and collaboratories, images for self-production, self-representation and self-dissemination.

The past forty years in which finance emerged from one ruined ground to plough through yet another have re-oriented some senses by which what can be done, what is available for doing, and what wealth exists for have been subject to particular regimes of evaluation. Derivatives came to stand for vast aggregates of wealth unmoored from any particular purpose. The imperial power which has historically underwritten financial sovereignty has also morphed into a kind of discretionary intervention, easy to enter but difficult to sustain...

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