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Wissenschaft

Lawless: Clouds Reprise
Lawless: Clouds Reprise

Ute Holl

The Moses Complex

The Moses complex derives its actuality from recalling the emergence of cultures as fields of mutually engendering relationships. From the perspective of media studies, which is a science of differential relationships between materialities and immaterialities, noises and messages, channels and signals, apparatuses and perceptions, the relationship to God or gods turns out to be one between people and their systems of thought. So media studies argues against fundamentalism, whether ontological, anthropological, or technicistic. The figure of Moses is a decisive node...
  • Arnold Schönberg
  • Exil
  • Danièle Huillet
  • Jean-Marie Straub
  • Gemeinschaft
News + Veranstaltungen

Gespräch mit Jean-Luc Nancy: Stören! – Strategien politischer Intervention

13.06.2017, 19:30

Maxim Gorki Theater
Am Festungsgraben 2
10117 Berlin
Deutschland

 

Themen
Aktuelle Texte

Wolfgang Ullrich

Das ökonomische Modell der Universität

Hinter der Umwandlung der Universitäten in Unternehmen, die alles der Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt unterwerfen, verbirgt sich ein merkwürdiges Misstrauen. Offenbar besteht die Befürchtung, heutzutage würden die Interessen der Studierenden und die der Arbeitgeber viel schlechter miteinander in Verbindung zu bringen sein als früher. Man unterstellt, ein Studium würde häufig in der Sackgasse enden oder rundum nutzlos sein, wenn man seinen Verlauf und die inhaltlichen Schwerpunkte dem Einzelnen überlässt (↑ Überschneidungsfreiheit). Was aber sollte sich an den Menschen oder auch an den Bedingungen der heutigen Gesellschaft insgesamt in den letzten Jahrzehnten so markant geändert haben, dass es Gründe dafür geben könnte, das Studium müsse verschult, jeder Studierende am Gängelband genommen, alles en détail definiert und kontrolliert werden (↑ Qualitätssicherung)? Was sollte sich verschlechtert oder verschlimmert haben, sodass man ein lange Zeit insgesamt erfolgreiches Modell von Universität für obsolet erklären konnte?

Tatsächlich verdankt sich der Bologna-Prozess, nicht anders als der Fanatismus der Autonomie-Verfechter, einer...

  • Bildungspolitik
  • Bologna-Prozess
  • Ökonomisierung
  • Universität
  • Gesellschaft
Aktuelle Texte

Florian Leitner

“Whatever I Photograph, I Always Lose”

  • Wissenschaftsgeschichte
  • Physiologie
  • Blick

 

Digital ‘Multitudes’?
Digital ‘Multitudes’?

Florian Cramer

Anonymous, Imageboards, Memes: Early 21st Century ePunk

The ‘cyber’-culture of the 1980s and 1990s was more than just a pop phenomenon: though, on the one hand, it was a product of science fiction novels like William Gibson’s Neuromancer (1984), films like The Matrix (1999) and early electronic social media like The Well, it was also theorized academically within cultural studies, media studies and the social sciences of the time. In cyberfeminist texts such as Donna Haraway’s Cyborg Manifesto (1983), Sadie Plant’s Zeros and Ones: Digital Women and... OPEN
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Aktuelle Texte

Jean-Luc Nancy

»Körper in Ausdehnung, zum Bersten gespannt«

Ein anderer – wenn er ein anderer ist, so ist er ein anderer Körper. Ich hole ihn nicht ein, er bleibt auf Distanz. Ich beobachte ihn nicht, er ist kein Objekt. Ich ahme ihn nicht nach, er ist kein Bild. Der andere Körper spielt sich in meinem noch einmal. Er durchquert ihn, macht ihn beweglich oder stachelt ihn an. Er leiht oder schenkt ihm seinen Schritt.

Mehr als einmal hat man im Blick auf einen Tänzer oder eine Tänzerin v­eranschaulicht, was man einst Empathie oder Intropathie nannte: die Reproduktion des anderen in sich – der Widerhall, die Resonanz des anderen.

Der andere da drüben, nah in seiner Entfernung, gespannt, eingefaltet, entfaltet, verbogen, hallt in meinen Gelenken wider. Ich nehme ihn eigentlich weder mit den Augen noch mit dem Gehör noch durch Berührung wahr. Ich nehme nicht wahr, ich halle wider. Hier bin ich, gekrümmt von seiner Krümmung, geneigt...

  • Körper
  • Leib-Seele-Problem
  • Tanz
  • Ästhetik
  • Descartes
Aktuelle Texte

Wolfram Ette

Das Uneingelöste der realexistierenden Universität

Die unsichtbare Universität hat es schon immer gegeben; was nottut, ist ihre Anerkennung; das Bewusstsein, dass die Universität heute vor allem nichtinstitutioneller Natur ist. Die unsichtbare Universität bewegt sich quer durch die gesellschaftliche Wirklichkeit, wird hier und dort für kurze Zeit verkörpert, um alsbald wieder zu verschwinden. Sie kann in Zeitungsredaktionen ebenso entstehen wie im Theater oder in Filmprojekten, im Internet ebenso wie in öffentlichen Diskussionen, in einer Psychotherapie ebenso wie in der Forschungsabteilung eines Unternehmens. Sie ist überall dort zu Hause, wo sich die Leidenschaft für die Sache mit der Fähigkeit, sich selbst als bedürftiges und begehrendes Wesen zu reflektieren, paart. Überall dort ist von ihr zu reden, wo Menschen ihre Erfahrungen zu einem kollektiven Körper zusammenfügen, wo KOLLEKTIVE INTELLIGENZ entsteht. Die einzige Voraussetzung dafür ist, dass sie in dem Versuch miteinander reden, den Riss, der unser Dasein bestimmt (Riss zwischen »Oben« und »Unten«, »Himmel« und »Erde«, »Rationalität« und...

  • Gespräch
  • Utopie
  • Gesellschaft
  • Universität