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Anthony Colantuono: Enigma, Rhetorical Syllogism and the Aesthetic of  Strangeness in Ripa’s ›Iconologia‹
Enigma, Rhetorical Syllogism and the Aesthetic of Strangeness in Ripa’s ›Iconologia‹
(S. 41 – 55)

Anthony Colantuono

Enigma, Rhetorical Syllogism and the Aesthetic of Strangeness in Ripa’s ›Iconologia‹

PDF, 15 Seiten

  • Malerei
  • Ikonologie
  • Kunsttheorie
  • 17. Jahrhundert
  • Barock
  • Kunstgeschichte

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Deutsch

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Anthony Colantuono

ist Associate Professor für Kunstgeschichte an der Universität Maryland, College Park. Seine Forschung konzentriert sich auf die Kunst des 16. und 17. Jahrhunderts in Italien, Spanien und Frankreich mit einem Schwerpunkt auf frühen kunsttheoretischen und kunstkritischen Schriften, interpretative Methodologie sowie Wechselwirkungen zwischen literarischen und bildlichen Künsten.

Cornelia Logemann (Hg.), Michael Thimann (Hg.): Cesare Ripa und die Begriffsbilder der Frühen Neuzeit

Kaum ein Werk hat die allegorischen Bildwelten der Frühen Neuzeit mehr beeinflusst als Cesare Ripas »Iconologia«. Sie erlebte seit der Erstausgabe 1593 zahlreiche Erfolge, die sich nicht nur an den weit verbreiteten Ausgaben und Übersetzungen messen lassen, sondern vor allem an den Spuren, die Ripas Bildenzyklopädie zunächst in Bildern, Fresken, Architekturen, und irgendwann auch in der Werbegrafik, in Spielkarten, Dekorationen etc. hinterlassen hat. Ripas konsequente Personifizierung abstrakter Begriffe bündelt einerseits die Traditionen der Antike und des Mittelalters, doch durch die Verbindung bildpraktischer Ansprüche mit einer differenzierten theoretischen Reflexion wird die »Iconologia« zu einem Schlüsselwerk der Bilddiskurse in der Frühen Neuzeit. Damit berührt Ripas Bildtheorie Grundfragen der europäischen Bildkultur, die erst die Moderne mit ihrer Inszenierung eines radikalen Bruches zunächst nach 1800, dann aber vor allem im 20. Jahrhundert obsolet gemacht hat. Der Band fragt nach den poetologischen und bildgeschichtlichen Folgen der »Iconologia« weit über das direkte Wirkungsfeld Cesare Ripas hinaus und versucht eine neue Verortung des Ausdrucksmittels Personifikation für die Bild-Diskurse nach 1600.

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