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Elena Vogman: Sinnliches Denken

Elena Vogman

Sinnliches Denken
Eisensteins exentrische Methode

304 Seiten

Erscheint am 10.05.2018

Ein dynamisches Vehikel neuen Forschens

Sergej Eisensteins Bildtheorie und seine Filmpraxis waren aufs engste verbunden. 1929 plante der Regisseur ein »Buch in Form einer Kugel«. Daraus entwickelte er ein Theoriewerk: ein immer wieder neu montiertes work in progress, dessen epistemische Obsession im physiologischen Denkpotential des Kinos selbst gründete. Auf der Suche nach den Ursprüngen dieses »sinnlichen Denkens« des Kinos legte Eisenstein die Kultur­geschichte neu aus.
Elena Vogman stellt das Potential eines »sinnlichen Denkens« in Eisensteins Methode (1932–1948) – so der Titel des erst jüngst auf Russisch erschienenen Spätwerks – in eine doppelte Perspektive. Im offenen Gefüge unterschiedlicher Disziplinen wie Psychoanalyse und Gestaltpsychologie, Anthropologie und Ästhetik, Paläontologie und Linguistik wird diese Konzeption für Eisenstein zum dynamischen Vehikel einer neuen Art des Forschens. Andererseits charakterisiert das »sinnliche Denken« präzise jene Logik der theoretischen Schreibweise Eisensteins, die mit Montage von Fragmenten und thematischen Exkursen, mit emphatischer Kritik und mit exzentrischen Überschreitungen der eigenen Positionen operiert.

  • Film und bildende Kunst
  • Sergej Eisenstein
  • Kulturgeschichte

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Deutsch

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Elena Vogman

Elena Vogman

ist Autorin, Literaturwissenschaftlerin im Forschungsprojekt »Rhythmus und Projektion« an der Freien Universität, Berlin und freie Kuratorin. Sie promovierte in 2016 über »Sinnliches Denken. Eisensteins exzentrische Methode«. Im Fokus ihrer Forschung stehen Formen des visuellen Denkens, Anthropologien des Rhythmus, Montagepraxis, Wechselwirkung zwischen Literatur, Ethnographie und dokumentarischer Praxis. Gemeinsam mit Gottfried Schnödl gründete sie 2016 eine Forschungsgruppe zur »Kritischen Morphologie« in Berlin. Gemeinsam mit Marie Rebecchi und Till Gathmann kuratierte sie die Ausstellung »Sergei Eisenstein: The Anthropology of Rhythm« bei Nomas Foundation in Rom.

Weitere Texte von Elena Vogman bei DIAPHANES
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