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Kunst

Lawless: Clouds Reprise
Lawless: Clouds Reprise

Ute Holl

The Moses Complex

The Moses complex derives its actuality from recalling the emergence of cultures as fields of mutually engendering relationships. From the perspective of media studies, which is a science of differential relationships between materialities and immaterialities, noises and messages, channels and signals, apparatuses and perceptions, the relationship to God or gods turns out to be one between people and their systems of thought. So media studies argues against fundamentalism, whether ontological, anthropological, or technicistic. The figure of Moses is a decisive node...
  • Exil
  • Arnold Schönberg
  • Danièle Huillet
  • Gemeinschaft
  • Jean-Marie Straub

 

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Aktuelle Texte

Ulaş Aktaş

The development of cultural screens

The radicalisation of the process of civilisation is a challenge to art, even an overwhelming one. High-modernist art, with its claims to understanding and expressing the world, positioned within a world that has become highly complex, is challenged by itself.

How is one to dance against Auschwitz or Hiroshima?

The sheer attempt to “dance against” anything would be naïve! Art after modernism – and I think the date 1945 would serve very well as a point of reference – had to and must now relinquish its own irresolvable complexity and retreat. It becomes in a sense truly radical but it would be more accurate to say it becomes nuclear, focussing on the core. Beckett’s plays are destilled cores – their greatness lies in their smallness. Absolute music, absolute art – Merce Cunningham’s dance could well be termed absolute dance in this sense – cristallises something from out of the cultural forms of bourgeois art, something which can...

  • Politik
  • Körper
  • Tanz
  • Krise
  • Immunisierung

 

Jede Nummer eine Art Meta-Collage
Jede Nummer eine Art Meta-Collage

Stefan Zweifel

Georges Bataille. Geschichten des Auges

Abgehackte Rinderfüße vor Schlachthöfen, gewaltige Blutstriemen am Boden, hingepinselt nicht von Francis Bacon, sondern von anonymen Metzgergesellen, dann große Zehen von Menschen, die unsere verdrängte Unbeholfenheit und Hässlichkeit zeigen sollten, oder ersterbende Fliegen, die als dunkle Wolke des Todes auf Klebepapier wimmeln, zwischen all diesen fotografischen Ekelerregungskunststücken tauchte in der siebten Nummer der Zeitschrift »Documents« 1929 auch die Fotografie einer seltsam geformten Manuskriptrolle auf: die »120 Tage von Sodom«, jene schauerlichste Abrechnung mit dem Projekt der Aufklärung, die der Marquis... OPEN
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  • Fotografie
Aktuelle Texte

Bice Curiger

Pipilotti Rist definiert den neuen Weltmittelpunkt

Die Kamera saust und fliegt wie ein Vogel die Fassade rauf und wieder runter, um dann in einem Close-up auf Pipilotti Rists Gesicht zu landen. Dieses faltet sich an der Scheibe unter ständiger Bewegung immer wieder neu zu Furcht erregenden Wülsten. Lippen zerdrücken sich und wuchern als rosa Geschwür, die Nase flutscht nur so weg oder wächst an zum Schweinerüssel, während der Hals, die Backen als einzige modellierbare, quellende Masse sich mit grünen und roten Schminkresten verrühren. Die Haut brennt allein vom Zusehen ob der furiosen Reibungsenergie, die sich zwischen Scheibe und Körper entäußert. Immer wieder werden die groß sich öffnenden Augen der Künstlerin sichtbar, und einer ihrer klaren, zuweilen koketten, fordernden Blicke an die Betrachter durchdringt das Glas und damit den Bildschirm auf dem Gebäude am Platz der Plätze der Neuen Welt. 


An diesem Ort erfährt nicht jeder Eingriff eine besondere Aufladung. Doch Pipilotti Rist spielt hier als schöne...

  • Gegenwartskunst
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  • Blick
Aktuelle Texte

James Elkins

Ruedi Widmer im Gespräch mit James Elkins

James Elkins Es gibt eine Anzahl sehr interessanter Theorien zur Rolle des Bildes als Argument, die teils bis zu den Anfängen des Modernismus zurückreichen. Zu den Fragen, die mich in der Auseinandersetzung damit leiten, gehört zum Beispiel: Ist es möglich, dass das Werk eines Künstlers, auch wenn er nicht so wie Godard arbeitet, einen Korpus der Kritik repräsentiert? Hierfür braucht es eine Konzeptualisierung in der Frage, wie Bilder in Argumenten oder Argumente in Bildern eine Rolle spielen können. […] 


Ruedi Widmer Ich denke, dass Kunstgeschichte noch in einer weiteren Form »geschrieben« werden kann. Ich meine damit die Auswahl oder Bewertung von Kunst als bedeutende Kunst, die in der Gegenwart beginnt, indem sich beispielsweise wichtige Sammler und Kuratoren, vielleicht auch Kritiker, auf die Bedeutung bestimmter Entwicklungen, Künstler und Werke einigen.


James Elkins Sie meinen die institutionelle Macht, aus der sich die Festlegung des Kanons ergibt.


Ruedi Widmer Ich würde sogar sagen, dass sich...

  • Gespräch