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Diskurs

Catherine Ingram, Andrew Rae

Wo ist Warhol?

STUDIO 54: Das New York der 1970er-Jahre war im Vergleich zu heute eine völlig andere Stadt. Vor dem Hintergrund hoher Kriminalität, politischer Unzufriedenheit und sozialer Ungleichheit schufen Steve Rubell [1] und Ian Schrager [2] in einem alten Fernsehstudio in Manhattan eine Insel des Hedonismus – das berühmt-berüchtigte Studio 54. Andy Warhol ließ sich fast jede Nacht dort sehen. Zu seinem Kreis gehörten Elizabeth Taylor [3], Liza Minnelli [4], Elton John [5], Yves Saint Laurent [6] und Truman Capote [7]. Warhol umgab sich am liebsten... OPEN
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Elisabeth Bronfen

Con Artist Don Draper, the archetypical American hero

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News + Veranstaltungen

Ausstellung: Yves Netzhammer: Concave Thoughts

27.01.2017 – 03.03.2017

ESPACE DIAPHANES
Dresdener Str. 118
10999 Berlin
Deutschland

Neuerscheinungen

 

Themen
Diedrich Diederichsen

Menschen als Medien in verschiedenen Stadien der Kulturindustrie

Ein wütender und ein bisschen irregulärer Konsum, der gezielt gegen den Erziehungserfolg der Pseudo-Individualität aufbegehrt: Genau dieses seit den 50ern anschwellende Geräusch stellt diese merkwürdige Verbindung von allen möglichen kulturellen Objekten (Bildern, Tönen, Modellen von Körperhaltung, Frisuren) und deren umstandsloser Umsetzung im Alltagsleben her. Das führt zu weiteren, auch durchdachteren Befreiungsstufen. Es führt aber auch zum nächsten Zyklus der Konsumentenmobilisierung, die mehr und mehr mit einer Medialisierung von Menschen, den Rezipienten nämlich, einhergeht. Die Pop-Musik gebietet bald über eine self-fulfilling Gegenwarts­diagnose: Sie handelt und feiert die Menschen, welche die von ihr ausgerufene Diagnose entgegennehmen und im öffentlichen Raum aufführen, um sie wahr zu machen. Es gibt einen neuen Stamm in der Stadt, hören wir, okay, wir sind bereit, dieser Stamm zu sein. Dadurch sind nun wir und die Diagnostiker, die uns ins Leben gerufen haben, eng verbunden. Die vor allem in der spanischen und lateinamerikanischen Literatur immer mal wieder durchgespielte...

  • Passivität
  • Popkultur
  • Popmusik
  • Gegenwartskultur
  • Kulturindustrie
Julian Müller

Klausurrelevanz vs. produktive Überforderung

Die Geschichte richtet sich gegen eine bestimmte und in diesem Ausmaß neue Form der Relevanz- und Aufmerksamkeitsökonomie. Was sich in den letzten beiden Jahren, verschärft seit der Umstellung von Diplom- und Magisterstudiengängen auf Bachelorstudiengänge, beobachten lässt, ist ein veränderter studentischer Habitus (↑ Lebensführung, studentische). Die Studierenden arbeiten überaus konzentriert und aufmerksam, aber es gibt etwas Irritierendes an dieser Aufmerksamkeit. Bisweilen hat man als Dozent das Gefühl, alles, was man sagt, würde auf eine Metainformation hin untersucht, so als gäbe es hinter dem Gesagten noch versteckte Botschaften für das, worum es wirklich geht. Die Studierenden sind so sehr damit beschäftigt, den einen scheinbar klausurrelevanten Satz herauszufiltern, den sie in jeder Sitzung vermuten, dass die Seminare bisweilen an ihnen vorbeiziehen. Die Angst, diesen einen Satz zu verpassen, ist ebenso groß wie die Enttäuschung, wenn diese Sätze von den Lehrenden gar nicht erst geliefert werden. Dass Seminare aber ganz gut ohne diesen einen entscheidenden...

  • Lehre
  • Kontrolle
  • Bologna-Prozess
  • Studium
  • Universität

 

Zu einer Poetik des Seriellen

Elisabeth Bronfen (Hg.), Christiane Frey (Hg.), ...

Noch einmal anders

In seinem Essay »Circles« schreibt Ralph Waldo Emerson: »Our life is an apprenticeship to the truth, that around every circle another can be drawn; that there is no end in nature, but every end is a beginning; that there is always another dawn risen on mid-noon, and under every deep a lower deep opens.« Ein Ende als den neuen Anfang eines weiteren Zirkels zu verstehen, selbst mitten am Tag einen Morgen zu erahnen, folgt einer für die in diesem Band...
  • Wiederholung
  • Serie
  • Film
  • Denkt Kunst
  • Serialität
Anselm Haverkamp

Das trojanische Pferd

Innerhalb der zerbrechlichen Konstitution des Lernens und Lehrens (↑ Austauschbarkeit), des zu Wissen und Einsichten Kommens an Universitäten – der prekären Zwischenlagen des Studierens und der darauf bezogenen unausgereiften Lebensweisen – kann diese Form gegen das durch Bologna unerträglich und kontraproduktiv gewordene Übergewicht der administrativen Vollzüge das Kraut sein, das der wirtschaftsgenehmen Gleichschaltung der akademischen Lernprozesse gewachsen ist. Und sei es, wenn sie in der verzerrtesten Form (der absehbaren Überfüllung geschuldet) einstweilen überlebt, als das trojanische Pferd, das die List der Vernunft in der Metapher vom kulturellen Kapital zu Markte bringt.

  • Bologna-Prozess
  • Lehre
  • Universität
Christian Marazzi

Wissensarbeit im kognitiven Kapitalismus

Die neue weltweite Gestalt des Wissenskapitalismus, die Inversion des Stroms der Direktinvestitionen, die Prekarisierung der Wissensarbeit in Industrieländern und die Vervielfachung neuer Silicon Valleys in Schwellenländern zwingen dazu, den Raum der politischen Neuzusammensetzung des Kognitariats neu zu definieren. Schon gleich freilich gilt es dabei den Gedanken eines Handelskonflikts zwischen Industrie- und Schwellenländern zu verwerfen, samt der entsprechenden nationalstaatlich-protektionistischen Vorstellungen.

Die Umkehrung der Investitionsströme, wie sie sich in den Jahren nach 2000 auf den Finanzmärkten durchgesetzt hat, spiegelt sich im ungeheuer schnellen Anwachsen des US-amerikanischen Haushalts- und Handelsbilanzdefizits ebenso wider wie in den steigenden Überschüssen der asiatischen Länder, so beispielsweise in China, wo angesichts eines anhaltend starken Stroms ausländischer Direktinvestitionen der Überschuss im Jahr 2004 fünf Prozent des BIP übersteigen sollte. Ein weiterer Effekt ist die Akkumulation von Währungsreserven in den asiatischen Staaten, Reserven, die von den Notenbanken dieser Länder dazu verwendet werden, die Abwertung des Dollar zu bremsen, indem sie US-Staatsanleihen...

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