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Diskurs

We need more planetary dimensions!
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Rosi Braidotti

Nomadic Subjects

My life-long engagement in the project of nomadic subjectivity rests on a specific cartography of our globalised times, marked by large-scale and technologically-mediated transformations of our social, economic and political universes. I start from the assumption that, as a result of these upheavals, traditional forms of self-representation, familiar cultural points of reference and age-old habits of thought are being re-composed, albeit in contradictory ways. Our historical context is marked by the schizoid structure of technology-driven advanced capitalism, as Deleuze and Guattari... OPEN
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Gespräch mit Jean-Luc Nancy: Stören! – Strategien politischer Intervention

13.06.2017, 19:30

Maxim Gorki Theater
Am Festungsgraben 2
10117 Berlin
Deutschland

 

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“Identity, fragile, gives way to identity”

“Identity, fragile, gives way to identity”

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Numerische Verhältnisse

ECTS ist ein Währungssystem, dessen Akkreditierungsagenturen ganz im Stile der Rating Agenturen fortwährend die richtige Bewertung ökonomischer Potenziale zu finden versuchen: Aus dem Umstand, dass »zwischen dem für das Erreichen der Lernergebnisse vorgesehenen und dem tatsächlichen Arbeitsaufwand erhebliche Diskrepanzen« festgestellt wurden, folgern die Autoren des Bologna Glossary im Jahr 2006 »einen erheblichen Bedarf an Informations- und Erfahrungsaustausch.« Geleistete Stunden sollen also besser abgebildet werden, um eine Währungserosion zu vermeiden und zu verhindern, dass am Ende ECTS-zertifizierte Akademiker wie Falschgeld durch den europäischen Wirtschaftsraum zirkulieren.

Wie aber sähe dieser Erfahrungsaustausch in den Geisteswissenschaften aus? Soll genau belegt werden, wie lange es durchschnittlich dauert, bis man Kafkas »Prozess« verstanden hat? Bis man einen Eindruck vom Verschwinden des modernen Menschen bekommen hat, das Foucault beschreibt? Oder bis man in kritischer Weise mit dem Begriff der »Kontrollgesellschaft« umzugehen weiß? Die »Diskrepanz« zwischen bescheinigter und geleisteter Arbeitszeit, um die die Akteure des Bologna-Prozesses sich sorgen, scheint...

  • Bildungspolitik
  • Ökonomisierung
  • Bologna-Prozess
  • Kompetenzmessung
  • Bildung

 

»Nicht einmal Gott kann die Zukunft voraussagen, da sie nicht existiert.
«
»Nicht einmal Gott kann die Zukunft voraussagen, da sie nicht existiert.
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Elena Esposito, Nora Schultz

»Pläne helfen nicht, die geplante Zukunft zu realisieren«

Elena Esposito [EE] Wenn wir etwas tun, haben wir meistens die Vorstellung, dass die Zukunft irgendwie schon feststeht. Also versuchen wir, so gut wir können, uns an die Zukunft anzupassen. Dafür haben wir Instrumente. Du hast Wahrscheinlichkeitskalkulationen erwähnt, die uns angeblich helfen, uns besser an diese schon entschiedene, schon feststehende Zukunft anzupassen. Das ist gar nicht realistisch, weil es keine feststehende Zukunft gibt. Genauso unrealistisch ist die Vorstellung, dass etwas in der Welt mit 40-prozentiger oder 70-prozentiger Wahrscheinlichkeit passieren wird. Niklas... ABO
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Aktuelle Texte

Aussichten der Fehlinvestition

Die Spielräume für spezifische, ihr Arbeitsfeld umgestaltende Intellektuelle sind nach Bologna dagegen beachtlich gering; alle Experimente mit Studium, Lehre und Forschung scheinen zwischen aufgerüsteter Bürokratie und neuer Marktlogik gefangen. Akademiker, die mehr wollen, können sich aber weiter als öffentliche Intellektuelle Angelegenheiten zuwenden, die nicht in ihrem Stundenplan oder ihrer Stellenbeschreibung stehen – Demokratie im globalen Zeitalter, geistiges Eigentum und abhängige Arbeit in der Wissensgesellschaft, die Zerstörung und Vernutzung knapper Ressourcen, der technisch, ästhetisch und biopolitisch verfügbar gemachte Körper. Selbst wenn auch die Spielräume dafür im professoralen Bereich sinken sollten, hindert das niemanden anderen an Initiativen. Tatsächlich hat der akademische Betrieb offene Ränder, an denen die genannten Debatten geführt werden. Man kann hier sogar den Mechanismus erkennen, den ich oben abstrakt und historisch umrissen habe: Was als Führungswissen und orientierende Ideologie in Frage käme, wird von so vielen Kräften beansprucht und ist auf so viele nicht ganz befugte Akteure verteilt, dass es...

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Aktuelle Texte

Das trojanische Pferd

Innerhalb der zerbrechlichen Konstitution des Lernens und Lehrens (↑ Austauschbarkeit), des zu Wissen und Einsichten Kommens an Universitäten – der prekären Zwischenlagen des Studierens und der darauf bezogenen unausgereiften Lebensweisen – kann diese Form gegen das durch Bologna unerträglich und kontraproduktiv gewordene Übergewicht der administrativen Vollzüge das Kraut sein, das der wirtschaftsgenehmen Gleichschaltung der akademischen Lernprozesse gewachsen ist. Und sei es, wenn sie in der verzerrtesten Form (der absehbaren Überfüllung geschuldet) einstweilen überlebt, als das trojanische Pferd, das die List der Vernunft in der Metapher vom kulturellen Kapital zu Markte bringt.

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