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Diskurs

"Curriculum Vitae in Pictures“

Maria Zinfert (Hg.)

Kracauer. Photographic Archive

Kracauer. Photographic Archive presents  largely unknown material from the estate of the German-American theorist of film and photography, ­Siegfried Kracauer and his wife and assistant Elisabeth, known as Lili. The single and group portraits, still lifes, street scenes and landscapes collected in this book all come from the estate of Siegfried Kracauer. Published here for the first time, they are an extensive and representative selection from the enlargements, contact sheets and rolls of film originally archived by Lili Kracauer. With...
  • 20. Jahrhundert
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  • Biographie
  • 1930er Jahre
  • 1950er Jahre
Maurizio Lazzarato

The endless array of merchandise

In contemporary capitalism, subjectivity is the product of a mass industry organized on a global level. For Félix Guattari this is actually the first and most important of capitalist productions, because it preconditions and is part of production in all other forms of merchandise. Subjectivity is a ‘key merchandise,’ which in its ‘nature’ is put together, developed and manufactured in the same way as a car, electricity, or a washing machine. Capitalism organizes the production and control of subjectivity through two different systems, which weave together the manufacture of the individuated subject (“social subjection”) and what seems to be the opposite, de-subjectification (“machinic enslavement”). Therefore capitalism exercises a twofold hold over subjectivity.

Social subjection involves techniques of government, which pass by way of, and mobilize, representation (political and linguistic), areas of knowledge, discursive visual practices, etc., and produce ‘subjects of rights,’ ‘political subjects,’ in short: ‘subjects’ of ‘I’s,’ of individuals. By...

  • Gouvernementalität
  • Identität
  • Daten
  • Algorithmen
  • Kapitalismus
News + Veranstaltungen

»Zur Krise des Kapitalismus«: Gespräch mit Joseph Vogl

24.03.2017, 19:30

Stadtbibliothek am Neumarkt (Zentralbibliothek)
Josef-Haubrich-Hof 1
50676 Köln
Deutschland

»Aesthetics and the Alien: Straub/Huillet in ›Moses und Aron‹«

29.03.2017, 19:00

e-flux
East Broadway 311
10002 New York, NY
USA

Yves Netzhammer: »Selbstgespräche nähern sich wie scheue Rehe«

04.03.2017 – 23.04.2017

LWL-Museum für Kunst und Kultur
Domplatz 10
48143 Münster
Deutschland

Neuerscheinungen
Inke Arns (Hg.), Sylvia Sasse (Hg.), ...: Nikolaj Evreinov: »Sturm auf den Winterpalast«
Inke Arns (Hg.), Sylvia Sasse (Hg.), ...: Nikolaj Evreinov: »The Storming of the Winter Palace«
Gertrud Koch: Breaking Bad, Breaking Out, Breaking Even
Kerstin Stakemeier (Hg.), Susanne Witzgall (Hg.): The Present of the Future
Artur Żmijewski, Sandra Frimmel (Hg.), ...: Kunst als Alibi

 

Themen
Oleksii Viedrov

Wer oder was wird warum gefördert?

Die Fertigkeiten, die man als »Begabung« beschreibt, sind zwar durchaus eine »Gabe«, aber nicht bzw. in einem sehr beschränktem Maße von Natur aus gegeben, sondern vielmehr abhängig von der sozialen Herkunft einer/eines Begabten. Dazu zählt die Familie und das soziale Umfeld, welches beeinflusst, wofür sich ein Kind interessiert, mit wem es sich unterhält, wie viele und welche Sprachen es zu sprechen lernt, wie andere es wahrnehmen usw. Es ist also sehr naheliegend, »Begabung« als vorhandene Bildung samt einem spezifischen, in den bildungsnahen Kreisen erwarteten Habitus umzuschreiben. Doch zwingt das meritokratische Konzept der Bildung dazu, Menschen mit »Potenzialen« zu finden, die »unsere« Gesellschaft jeweils braucht, die sich aber schnell in ein bloß individuelles Verdienst verkehren. In diesem Sinn ist »Begabung« an soziale Voraussetzungen gebunden und keineswegs unabhängig von diesen.

  • Elite
  • Forschungsförderung
  • Bildungspolitik
  • Bologna-Prozess
  • Gerechtigkeit

 

Zu einer Poetik des Seriellen
Zu einer Poetik des Seriellen

Elisabeth Bronfen (Hg.), Christiane Frey (Hg.), ...

Noch einmal anders

In seinem Essay »Circles« schreibt Ralph Waldo Emerson: »Our life is an apprenticeship to the truth, that around every circle another can be drawn; that there is no end in nature, but every end is a beginning; that there is always another dawn risen on mid-noon, and under every deep a lower deep opens.« Ein Ende als den neuen Anfang eines weiteren Zirkels zu verstehen, selbst mitten am Tag einen Morgen zu erahnen, folgt einer für die in diesem Band...
  • Film
  • Serialität
  • Serie
  • Denkt Kunst
  • Wiederholung
Johanna-Charlotte Horst

Wie Begriffe außer Kontrolle geraten

So versucht das ↑ Bologna-Glossar nicht nur, neue Begriffe in den universitären Diskurs einzuführen, sondern auch bereits bestehende in Zaum zu halten: Wo und auf welche Weise sie losgelassen werden dürfen, soll ganz genau vorbestimmt sein. Um mögliche Bedeutungsverschiebungen zu verhindern, werden Begriffsdefinitionen der universitären Praxis entzogen und externen Institutionen übergeben. Sie verwandeln sich somit in fremde Wörter, in Glossen.

Aristoteles definiert die Glosse als ein Wort, das von den anderen verwendet wird und bei Quintilian ist sie ein wenig gebräuchliches Wort. In jedem Fall sind Glossen nicht unmittelbar verständlich, da sie aus fremden Lebenszusammenhängen stammen. Sie bedürfen einer Kommentierung, um nicht als blinde Flecken in der Rede zu verwirren und auf gefährliche Irrwege zu führen. Das Glossar erklärt fremde Wörter und erläutert deren jeweilige Anwendung in der Hoffnung, sie auf diese Weise in den Griff zu bekommen, sie in die eigene Sprache zu integrieren und in eine bloße, nicht weiter störende,...

  • Bildungspolitik
  • Widerstand
  • Universität
  • Sprache
  • Bologna-Prozess
Wolfgang Ullrich

Das ökonomische Modell der Universität

Hinter der Umwandlung der Universitäten in Unternehmen, die alles der Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt unterwerfen, verbirgt sich ein merkwürdiges Misstrauen. Offenbar besteht die Befürchtung, heutzutage würden die Interessen der Studierenden und die der Arbeitgeber viel schlechter miteinander in Verbindung zu bringen sein als früher. Man unterstellt, ein Studium würde häufig in der Sackgasse enden oder rundum nutzlos sein, wenn man seinen Verlauf und die inhaltlichen Schwerpunkte dem Einzelnen überlässt (↑ Überschneidungsfreiheit). Was aber sollte sich an den Menschen oder auch an den Bedingungen der heutigen Gesellschaft insgesamt in den letzten Jahrzehnten so markant geändert haben, dass es Gründe dafür geben könnte, das Studium müsse verschult, jeder Studierende am Gängelband genommen, alles en détail definiert und kontrolliert werden (↑ Qualitätssicherung)? Was sollte sich verschlechtert oder verschlimmert haben, sodass man ein lange Zeit insgesamt erfolgreiches Modell von Universität für obsolet erklären konnte?

Tatsächlich verdankt sich der Bologna-Prozess, nicht anders als der Fanatismus der Autonomie-Verfechter, einer...

  • Universität
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  • Ökonomisierung
  • Gesellschaft
  • Bologna-Prozess