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Diskurs

Lawless: Clouds Reprise
Lawless: Clouds Reprise

Ute Holl

The Moses Complex

The Moses complex derives its actuality from recalling the emergence of cultures as fields of mutually engendering relationships. From the perspective of media studies, which is a science of differential relationships between materialities and immaterialities, noises and messages, channels and signals, apparatuses and perceptions, the relationship to God or gods turns out to be one between people and their systems of thought. So media studies argues against fundamentalism, whether ontological, anthropological, or technicistic. The figure of Moses is a decisive node...
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Aktuelle Texte

Marcus Quent

Ohne Halt

Die Allgegenwart der Kritik, ihre Dominanz in Gestalt von Themen, in Gestalt von Verhaltensweisen und Bekenntnissen, ist ein erstes Anzeichen für die Abwesenheit kritischen Denkens.

In akademischen Kreisen dominiert gegenwärtig eine regelrechte Inventarisierung und Archivierung der Kritik, eine fleißige Verwaltung des kritischen Hausrats. Hier begegnet man allerlei Relevanzprüfern und Erbschaftsverwaltern, die das Brauchbare vom Unbrauchbaren trennen und die Familienzugehörigkeiten überwachen. Kritik erstarrt, weil sie in ihren Händen oft nicht mehr ist, als der beliebige Gegenstand eines enzyklopädischen Interesses. Dieses leidenschaftslose Interesse, das von keinem Impuls geleitet, von keinem Affekt getrieben wird, kennt nichts Liebens- oder Hassenswertes. Auf der anderen Seite drängen sich vermeintliche Gegenspieler in den Vordergrund, die meinen, die Kritik als ein rein evaluatives und optimierendes Unternehmen entlarven zu können. Hier sind es nicht Aktualitätsbescheiniger und Treuhandwächter, mit denen man es zu tun bekommt, sondern juvenile Rebellen und halbstarke Aufschneider. Sie verkünden mit antiakademischen Volten, die doch mitten in der...

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News + Veranstaltungen

Gespräch mit Jean-Luc Nancy: Stören! – Strategien politischer Intervention

13.06.2017, 19:30

Maxim Gorki Theater
Am Festungsgraben 2
10117 Berlin
Deutschland

 

Themen
Aktuelle Texte
The Moses complex’s place is exile.

Ute Holl

The Moses complex’s place is exile.

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Digital ‘Multitudes’?
Digital ‘Multitudes’?

Florian Cramer

Anonymous, Imageboards, Memes: Early 21st Century ePunk

The ‘cyber’-culture of the 1980s and 1990s was more than just a pop phenomenon: though, on the one hand, it was a product of science fiction novels like William Gibson’s Neuromancer (1984), films like The Matrix (1999) and early electronic social media like The Well, it was also theorized academically within cultural studies, media studies and the social sciences of the time. In cyberfeminist texts such as Donna Haraway’s Cyborg Manifesto (1983), Sadie Plant’s Zeros and Ones: Digital Women and... OPEN
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Aktuelle Texte

Anselm Haverkamp

Das trojanische Pferd

Innerhalb der zerbrechlichen Konstitution des Lernens und Lehrens (↑ Austauschbarkeit), des zu Wissen und Einsichten Kommens an Universitäten – der prekären Zwischenlagen des Studierens und der darauf bezogenen unausgereiften Lebensweisen – kann diese Form gegen das durch Bologna unerträglich und kontraproduktiv gewordene Übergewicht der administrativen Vollzüge das Kraut sein, das der wirtschaftsgenehmen Gleichschaltung der akademischen Lernprozesse gewachsen ist. Und sei es, wenn sie in der verzerrtesten Form (der absehbaren Überfüllung geschuldet) einstweilen überlebt, als das trojanische Pferd, das die List der Vernunft in der Metapher vom kulturellen Kapital zu Markte bringt.

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Aktuelle Texte

Oleksii Viedrov

Wer oder was wird warum gefördert?

Die Fertigkeiten, die man als »Begabung« beschreibt, sind zwar durchaus eine »Gabe«, aber nicht bzw. in einem sehr beschränktem Maße von Natur aus gegeben, sondern vielmehr abhängig von der sozialen Herkunft einer/eines Begabten. Dazu zählt die Familie und das soziale Umfeld, welches beeinflusst, wofür sich ein Kind interessiert, mit wem es sich unterhält, wie viele und welche Sprachen es zu sprechen lernt, wie andere es wahrnehmen usw. Es ist also sehr naheliegend, »Begabung« als vorhandene Bildung samt einem spezifischen, in den bildungsnahen Kreisen erwarteten Habitus umzuschreiben. Doch zwingt das meritokratische Konzept der Bildung dazu, Menschen mit »Potenzialen« zu finden, die »unsere« Gesellschaft jeweils braucht, die sich aber schnell in ein bloß individuelles Verdienst verkehren. In diesem Sinn ist »Begabung« an soziale Voraussetzungen gebunden und keineswegs unabhängig von diesen.

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