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Courbets Gesicht, erfunden von Baudelaire
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Hito Steyerl. Ausstellung in der n.b.k.

23.11.2019 – 26.01.2020

n.b.k.
Chausseestrasse 128/129
10115 Berlin
Deutschland

Einhunderttausend Wörter suchen einen Autor
Pop-up-Store am Neumarkt

16.01.2020, 19:00 – 25.01.2020

Theater Neumarkt
Chorgasse 5
8001 Zürich
Schweiz

Artists & Agents. Performancekunst und Geheimndienste

26.10.2019 – 22.03.2020

HMKV – Hartware MedienKunstVerein im Dortmunder U
Leonie-Reygers-Terrasse
44137 Dortmund

Weitere Themen
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Aktuelle Texte

Felix Stalder

Subjektivierung und Authentizität

Die Verfahren, die Authentizität feststellen und performieren, haben sich radikal verändert, von einem inneren Wesenskern, der sich über seine Unveränderbarkeit manifestiert, zu einer dynamischen Echtzeitproduktion auf Basis multi-direktionalem Feedback. Je mehr die großen, Top-down-Erzählungen – von der Freiheit, vom Markt, vom Sozialstaat, vom technischen Fortschritt – an Bindungskraft verlieren, desto mehr gewinnen solche Bottom-up, Feedback-basierten Sinn- und Authentizitätsstrukturen an Bedeutung. Die Gefahr, dass dies die Fragmentierung der Gesellschaft weiter vorantreibt, ist sehr real. Wenn es jedoch gelingt den Kreis der Akteure, die in solche post-kybernetischen (weil kommunikations- und nicht kontrollorientierten) Feedbackschleifen einbezogen sind, zu erweitern, etwa auf Tiere, Bäume und Flüsse, so könnte daraus durchaus eine neue große Erzählung entstehen, die diese Fragmente wieder stärker miteinander verbindet.

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Empty Diagonal
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Mehdi Belhaj Kacem, Antoine d’Agata

Diagonale du vide

“If there is an artist capable of making these vacuums speak, it is d’Agata. To show what is not visible, to make present what can not be represented. There is a visual 'spectralism' about Antoine. It is about recording the spasms of humanity that is committing suicide, which has access to all the information needed to know what it is doing, and yet does nothing to revert the trend. We documented this suicide during a week of shared driving, of...
  • Gegenwartskunst
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Ecstasy of inauthenticity
Ecstasy of inauthenticity

Tom McCarthy

Toke My Asymptote – or, The Ecstatic Agony of Appearance

The question of authenticity and I go back some way; we’re old sparring partners – frenemies. It’s been a fraught relationship, shot through with paradox and misconstruing. My first novel, Remainder, does turn around its protagonist’s obsession with becoming ‘real’, inhabiting his era or his city, building, skin, movements and gestures in a ‘first-hand’ or ‘authentic’ way, an obsession which he carries to the point of murder. Yet the pleasure of seeing this book receiving glowing press reviews that praised...
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  • Psychoanalyse
  • Gegenwartsliteratur
  • Authentizität
  • Identität
  • Jacques Lacan
Literatur

Ann Cotten

Das Schöne, Mensch, ist das nicht objektiv?

— Inwiefern bist du Kommunistin – da wir das definieren ­müssen: jemand, die überzeugt ist, dass eine von Grund auf andere Orga­nisationsform des gemeinschaftlichen Lebens den Menschen gut­tun würde, –

— Moment, ist das nicht auch ein Monarchist oder ein Sektenführer?

— Mit Fokus auf Gerechtigkeit.

— Aber die Leute sollen anders sein, ja?

— Total anders.

— Bist du nicht einfach Misanthropin?

 

––––––––––––––––––––––

 

— Nein, weil es gibt Leute, die ich sehr mag, und ich verstehe deswegen nicht, warum die meisten so dumm, oarsch und nervig sind.

— Die meisten Leute stört das nicht so sehr wie dich, wie die anderen sind.

— Ach ja? In meiner Beobachtung stört die meisten Leute alles, was anders ist als sie. Deswegen braucht es Regeln, wie man sich anständig verhält gegenüber Leuten, die man zum Großteil nicht mag.

— Du hast gerade sehr gelitten in einem Zugabteil mit zwei jungen Großmüttern, die miteinander ins Gespräch gekommen sind, während du »arbeiten« wolltest. Und...

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  • Dialektik
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Literatur
Es gibt kein absolutes Besonderes.

Rolf Bossart, Milo Rau

Es gibt kein absolutes Besonderes.

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  • Künstlerische Praxis
  • Realismus
  • Humanismus
  • Reenactment
  • Postmoderne
  • Kunsttheorie
Digital Disrupture
Digital Disrupture

Dieter Mersch

Digital Criticism

Theorien des Digitalen beziehen ihre Konjunktur aus einer zweideutigen Lage. Zum einen besitzen sie ihre Herkunft in den Visionen und Utopien der gegenkulturellen Aufklärung der 1970er Jahre, aus denen nicht nur der Personal-Computer, sondern auch die Medienwissenschaften und Medientheorien hervorgegangen sind, die den digital disrupture theoretisiert und unter Reflexion gestellt haben und nach deren Diagnose wir vor einer ebenso nachhaltigen Zäsur stehen wie die frühe Neuzeit mit der Erfindung des Buchdrucks. Alle Zeichen und Inhalte bisheriger Kulturen stehen damit auf...
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Diskurs

Andreas L. Hofbauer

Joch des Seins

Nicht durch Natur und ihre Fährnisse wurde Domestizierung erzwungen und der ökonomische Schrein ermöglicht. Tempel- und Totenkult, Opferung und Verteilung des Fleisches – noch für Homer sind alle Schlachttiere hieria, heiliges Vieh – und die Einhegung der Wildheit produzieren symbolischen und soziokulturellen Wandel, der für sesshafte, nahrungsproduzierende Gemeinschaften zu Vektor und Motor wird. Nicht Schafe, Ziegen oder Rinder domestizierte man im Anfang, sondern das zoon logon echon selbst war es, das sich vor und unter dem selbstgeschaffenen Kult-Joch verneigte. Warum, wissen wir nicht. Darüber hinaus ist entscheidend, dass, anders als bei den Pflanzen, sich nur sehr wenige Tierarten domestizieren (zur Ressource machen) lassen und man diesen Vorgang nicht mit Zähmung verwechseln sollte. Als Epiphänomen entwickelt sich ökonomischer Sinn. Er transformiert sich vom möglichen Menschenopfer, zum Tieropfer, zu Fleischteilung, in der Frühzeit der »griechischen« Antike dann zu den obeloi (Bratspieße, versehen mit unterschiedlichen Verdickungen, die als Token für den Fleischsold der...

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  • Anthropologie
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  • Ethnologie
Zur Kritik der generischen Vernunft
Zur Kritik der generischen Vernunft

Zoran Terzić

Die Verallgemeinerung des Menschen

»Eine eigene Technologie zu haben ist nicht das Gleiche wie eine eigene Geschichte zu haben«, schreibt Jonathan Franzen. »Es ist vielmehr das Gegenteil davon: Es bedeutet, die gleiche Geschichte zu haben wie alle anderen auch.« Franzen kritisiert den Einfluss der neuen Medien auf unsere Weltwahrnehmung und reagiert allergisch auf alle Spielarten der generischen Vernunft. Kunstschaffende verweigern sich notgedrungen dem Generischen: Sie haben eine Geschichte, die niemand sonst hat. Aber ist es deswegen eine eigene Geschichte? Jede Kunstform schafft einen gesellschaftlichen...
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