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John Jordan: Die Kunst des Lebens im Zeitalter des Massenaussterbens
Die Kunst des Lebens im Zeitalter des Massenaussterbens
(S. 134 – 146)

John Jordan

Die Kunst des Lebens im Zeitalter des Massenaussterbens

PDF, 13 Seiten

  • Gegenwartskunst
  • Medienökologie
  • Ökologie
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John Jordan

wurde in den Medien als »Magier der Rebellion« bezeichnet und als »Domestic Extremist« von der britischen Polizei. Er hat die Initiative »Reclaim the Streets« (1995–2000) und die Gruppe Clandestine Insurgent Rebel Clown Army mitbegründet und ist Ko-Autor des Buches Wir sind überall weltweit.unwiderstehlich.antikapitalistisch (Hg. Notes from Nowhere, 2007). Zusammen mit Isabelle Fremeaux koordiniert er The Laboratory of Insurrectionary Imagination, in dem sie gemeinsam mit Künstler_ innen und Aktivist_innen Werkzeuge und Aktionen zum Ungehorsam gestalten. Sie sind berüchtigt dafür eine Rebellen-Floßregatta zu organisieren, um ein Kohlekraftwerk zu schließen, während eines UN-Klimagipfels Fahrräder in Maschinen des Ungehorsams zu verwandeln, einen illegalen Leuchtturm zu errichten und die Zensur durch die BP-gesponserte Tate Gallery zurückzuweisen. Die Koautor_innen des Buches und Films Pfade durch Utopia (2012) leben und arbeiten in der zad bei Notre-Dame-Des-Landes, einem befreiten Gebiet in Westfrankreich, das 2018 den langen Kampf gegen einen geplanten Flughafen gewonnen hat.
Weitere Texte von John Jordan bei DIAPHANES
Marietta Kesting (Hg.), Maria Muhle (Hg.), ...: Hybride Ökologien

Der Begriff der Ökologie ist nicht nur in aktuellen Debatten um den Klimawandel zentral, sondern zieht sich auch quer durch künstlerische, geistes-, sozial- und technikwissenschaftliche Diskurse. In seiner gegenwärtigen Neufassung bezieht er sich auf mehr­dimensionale und multidirektionale Verbindungen und Wechselwirkungen von lebendigen Vollzügen, technischen und medialen Praktiken, d.h. auf die komplexen Relationen von menschlichen und nichtmenschlichen AkteurInnen.
Das Buch versteht Ökologie als einen problematischen Begriff. Seine Multivalenz eröffnet neue Handlungsfelder, wirft in seiner Offenheit und vielseitigen Einsetzbarkeit aber auch Fragen auf, die nicht zuletzt seine Genealogie betreffen. Die interdisziplinären ­Beiträge untersuchen vor diesem Hintergrund, welche politischen und sozialen Effekte ein Umdenken von Gemeinschaft in ökologischer Hinsicht zeitigt und welche Konsequenzen der gegenwärtige Ökologiebegriff insbesondere für künstlerische und ­gestalterische Praktiken nach sich zieht.
Die vorliegende Publikation ist das Ergebnis des fünften Jahresprogramms des cx centrum für interdisziplinäre studien, das in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Philosophie | Ästhetische Theorie der Akademie der Bildenden Künste München konzipiert wurde.

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