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Sven Grampp: Der Film zur Serie
Der Film zur Serie
(S. 47 – 56)

Andy Warhols »Sleep« ferngesehen

Sven Grampp

Der Film zur Serie
Andy Warhols »Sleep« ferngesehen

PDF, 10 Seiten

Ich schlage in meinem Text eine bestimmte Deutung von Andy Warhols Film Sleep aus dem Jahre 1963 vor: Sleep wird als eine filmische Reflexion televisueller Serialitätsphänomene verstanden, die sich ab den 1950er Jahren abzuzeichnen beginnen und die bis dato das maßgebliche temporale Organisationsprinzip des Fernsehens bilden.

  • Andy Warhol
  • Wiederholung
  • »Sleep«
  • Variation
  • Pop Art
  • flow

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Deutsch

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Sven Grampp

ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Theater- und Medienwissenschaft der Friedrich-Alexander-
Universität Erlangen-Nürnberg. Seine Forschungsschwerpunkte sind Medientheorie, Fernsehserien, Space Race.

Weitere Texte von Sven Grampp bei DIAPHANES
Gesellschaft für Medienwissenschaft (Hg.): Zeitschrift für Medienwissenschaft 7

Serielle Produktion, Strukturen und Ästhetiken der Serialität und serienförmige Zeit- und Verhaltensordnungen sind ein ausgezeichnetes Signum der Moderne. Sie sind eng verbunden mit den zyklischen Bewegungen der Maschinen und der damit einhergehenden serialisierten industriellen Produktion. Zugleich mit den seriellen Produktionsverfahren entstanden im 19. Jahrhundert serielle mediale Formen wie in Serien veröffentlichte Romane, Comics, Zeitschriften. Wie sehr sich die Serien der Produktion und die medialen Serien gegenseitig steigern, zeigt sich genau zu jenem Zeitpunkt, an dem Medien zu Massenmedien werden. Daher ist es nicht erstaunlich, dass das Prinzip der Serie sowohl in den Wissenschaften, Künsten und schließlich in der philosophischen Reflexion Einzug hielt.

 

Schwerpunktredaktion: Benjamin Beil, Lorenz Engell, Jens Schröter, Herbert Schwaab, Daniela Wentz