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Bettine Menke: Die anagogische Lesart
Die anagogische Lesart
(S. 87 – 108)

Verhüllung, Nachahmung, Hybridität, Übersetzungen

Bettine Menke

Die anagogische Lesart
Verhüllung, Nachahmung, Hybridität, Übersetzungen

PDF, 23 Seiten

  • Vierfacher Schriftsinn
  • Mediengeschichte
  • Tier
  • Animal Studies

Meine Sprache
Deutsch

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Bettine Menke

ist Professorin für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Erfurt. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Literatur- und Texttheorie, kulturwissenschaftliche Perspektiven der Literaturwissenschaft, das Gedächtnis der Texte, Rhetorik, poetische und sakrale Zeichenordnungen, Polarfahrten.

Weitere Texte von Bettine Menke bei DIAPHANES
Markus Krajewski (Hg.), Harun Maye (Hg.): Die Hyäne

Markus Krajewski (Hg.), Harun Maye (Hg.)

Die Hyäne
Lesarten eines politischen Tiers

Mit Fotografien von Pieter Hugo

Broschur, 120 Seiten

PDF, 120 Seiten

Die Hyäne gilt in traditionellen Deutungen als ein Zwitterwesen, dessen Mannweiblichkeit nicht nur eine klare zoologische und heilsgeschichtliche Zuordnung unterläuft, sondern auch für den unsteten und hinterlistigen Charakter dieses Landraubtiers einsteht. Homosexualität, Unreinheit und die Zerrüttung des Gemeinwesens sind nur einige der Lesarten, die mit ihr in Verbindung gebracht worden sind. Die Hyäne ist somit ein eminent politisches Tier, das Naturkundler, Wissenschaftler und Schriftsteller gleichermaßen fasziniert hat. Anhand der mittelalterlichen Kunst der Schriftauslegung, dem vierfachen Schriftsinn, wird die Hyäne einer eingehenden Analyse unterzogen, und zwar mit einem genauen Blick auf ihre Beschreibung in Brehms Tierleben (1863–1869). Im Geist dieser Lesarten erfährt Brehms abgründiger Artikel vier ebenso eingehende wie unterhaltsame Lektüren, die jenes Tier der Nacht in seiner historischen, allegorischen, tropologischen und anagogischen Bedeutung auslegen.