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Elisabeth von Samsonow: Anti-Elektra

Elisabeth von Samsonow

Anti-Elektra
Totemismus und Schizogamie

Klappenbroschur, 256 Seiten

PDF, 256 Seiten

Totemismus und Schizogamie

Während der Ödipus-Komplex schon vor Zeiten durch Deleuze/Guattari zerlegt und widerlegt worden ist, fehlte bis heute ein vergleichbares Unternehmen in Hinblick auf den Elektra-Komplex. Elisabeth von Samsonow unternimmt in dieser Schrift den Versuch, die »präödipale« Welt des Mädchens (welche Freud stets rätselhaft geblieben war) in der Fülle ihrer Implikationen zu erfassen – das heißt, ein kulturelles Paradigma wieder aufzurollen, welches mit Hilfe der Figur der Elektra von den griechischen Dramatikern umkodiert und ver- oder entstellt worden war. Das Problem der Elektra verwandelt sich auf dem Hintergrund der kulturellen, soziologischen, politischen, symbolischen und ästhetischen Prinzipien der vor-athenischen Welt vollständig, was einen revolutionär neuen Zugang zu einer anderen Geschichte des Mädchens, zum Thema der sozialen Bindung und des Geschlechterverhältnisses, zur Kunst und ihrer Medien öffnet. Aus der Einebnung des Elektra-Komplexes ergibt sich dann die Grundlage für das Verständnis der Zusammengehörigkeit einer Reihe von bisher zusammenhangslos gebliebenen Phänomenen, wie etwa die Verbindung zwischen der Politik der Unsterblichkeit, der Universalisierung der Medien und der plastischen Industrie.

  • Gender
  • Mythos
  • Anthropologie
  • Animal Studies
  • Animismus
  • Tier
  • Skulptur
  • Mädchen
  • Feminismus
  • Theoriebildung

»Elektrisierend. Ein reicher und auch humorvoller Text.« 
Edith Futscher, Frauenzimmer

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Deutsch

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Elisabeth von Samsonow

Elisabeth von Samsonow

ist Bildhauerin und Ordentliche Universitätsprofessorin für Philosophische und historische Anthropologie der Kunst an der Akademie der bildenden Künste Wien. Sie lebt und arbeitet in Wien und Hadres (Weinviertel, Niederösterreich). Ihre Forschungsschwerpunkte sind Philosophie und Religionsgeschichte, Theorie des kollektiven Bewusstseins, Geschichte und Gegenwart der Beziehung zwischen Kunst und Religion, Theorie und Geschichte der Wahrnehmung der Frau sowie weibliche Identität und die Aufhebung des Ichs in der Moderne.

Weitere Texte von Elisabeth von Samsonow bei DIAPHANES

»Unbeachtet von einem in seiner Geradlinigkeit dahinschießenden kunst- und medientheoretischen Diskurs blühen die Inseln der plastischen, der schizosomatischen Identifikation hinter den Schwellen der Kinderzimmer, der prachtvollen Orte der präödipalen Welt.«

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