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Johannes Rößler: Das Notizbuch als Werkzeug des Kunsthistorikers
Das Notizbuch als Werkzeug des Kunsthistorikers
(S. 73 – 102)

Schrift und Zeichnung in den Forschungen von Wilhelm Bode und Carl Justi

Johannes Rößler

Das Notizbuch als Werkzeug des Kunsthistorikers
Schrift und Zeichnung in den Forschungen von Wilhelm Bode und Carl Justi

PDF, 30 Seiten

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Johannes Rößler

Studium der Germanistik und Kunstgeschichte in München und Berlin. Promotion an der Humboldt-Universität zu Berlin und seit 2006 wissenschaftlicher Mitarbeiter und Projektleiter des Graduiertenprogramms Kunst als Kulturtransfer seit der Renaissance 1400–1600 am Institut für Kunstgeschichte der Universität Bern.

Christoph Hoffmann (Hg.): Daten sichern

Schreiben und Zeichnen als Verfahren der Aufzeichnung zu denken, führt direkt auf die fixierende, zurückhaltende Kraft, die von vornherein mit der graphischen Spur des Stiftes verbunden wird und das Trivialste zu sein scheint. Etwas abzeichnen, etwas aufschreiben, das geschieht im Dienste einer anderen Sache, instrumental, stützt die Beobachtung, die Reflexion, die Arbeit am Begriff oder das Studium der Phänomene. Dennoch darf dieser Vorgang nicht unterschätzt werden, denn in ihm gewinnt Gestalt, was fortan überdauert.

In diesem Raum primärer Formation behaupten sich Zeichnen und Schreiben auch in den hochtechnischen Umgebungen unserer Tage. Es ist der Raum, in dem Wissen anfängt, gleich ob als Forschung oder im ästhetischen Prozess. Und es ist ein Raum, der durch materielle Umstände, prozedurale Logiken und ikonische Repertoires gekennzeichnet ist, mit denen etwas bewerkstelligt wird.