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Alex Csiszar: Serialität und die Suche nach Ordnung
Serialität und die Suche nach Ordnung
(S. 19 – 46)

Der wissenschaftliche Druck und seine Probleme während des späten 19. Jahrhunderts

Alex Csiszar

Serialität und die Suche nach Ordnung
Der wissenschaftliche Druck und seine Probleme während des späten 19. Jahrhunderts

PDF, 28 Seiten

Der Aufsatz skizziert Elemente einer Geschichte der  wissenschaftlichen Literaturrecherche in Frankreich und Großbritannien im späten 19. Jahrhundert.  Vorgeschlagen wird eine »Tocquevilleianische Perspektive« in der Geschichte  der wissenschaftlichen Informationsbeschaffung. Dieser Perspektive gemäß sind die Forderungen nach Veränderungen weniger als Reaktion auf zunehmend verzweifelte Umstände zu verstehen, sondern vielmehr als Antwort auf kleinteilige Reformen, die eine partielle Sicht darauf ermöglichten, wie eine ideale Zukunft aussehen könnte. Erst zu dem Zeitpunkt, an dem wissenschaftliches Wissen zunehmend zu einer Landschaft wissenschaftlicher Zeitschriften wurde und eine teilweise Sichtbarkeit bekam, nahmen die Forderungen nach einer umfassenden Sicht auf diese Landschaft an Dringlichkeit zu.

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Alex Csiszar

 ist Assistant Professor für Wissenschaftsgeschichte an der Harvard University. Seine Forschungsschwerpunkte sind Geschichte wissenschaftlicher Autorschaft und Veröffentlichung sowie die Geschichte der Literaturrecherche in den Wissenschaften.

Gesellschaft für Medienwissenschaft (Hg.): Zeitschrift für Medienwissenschaft 7

Serielle Produktion, Strukturen und Ästhetiken der Serialität und serienförmige Zeit- und Verhaltensordnungen sind ein ausgezeichnetes Signum der Moderne. Sie sind eng verbunden mit den zyklischen Bewegungen der Maschinen und der damit einhergehenden serialisierten industriellen Produktion. Zugleich mit den seriellen Produktionsverfahren entstanden im 19. Jahrhundert serielle mediale Formen wie in Serien veröffentlichte Romane, Comics, Zeitschriften. Wie sehr sich die Serien der Produktion und die medialen Serien gegenseitig steigern, zeigt sich genau zu jenem Zeitpunkt, an dem Medien zu Massenmedien werden. Daher ist es nicht erstaunlich, dass das Prinzip der Serie sowohl in den Wissenschaften, Künsten und schließlich in der philosophischen Reflexion Einzug hielt.

 

Schwerpunktredaktion: Benjamin Beil, Lorenz Engell, Jens Schröter, Herbert Schwaab, Daniela Wentz