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Andreas Gelhard: Skeptische Bildung

Andreas Gelhard

Skeptische Bildung

Broschur, 432 Seiten

Erscheint am 31.07.2018

Prüfungsprozesse als philosophisches Problem

Viel Geld wird von den Bildungsbürokratien, die den Umbau des europäischen Schul- und Universitätssystems betreiben, ausgegeben, um neue Instrumente staatlicher Steuerung zu schaffen. Eines der deutlichsten Anzeichen dieses Umbaus ist die Vervielfältigung von Evaluations- und Prüfungsmaßnahmen. Will man gegen diese Steuerungsmaßnahmen an der emanzipatorischen Kraft des Bildungsbegriffs festhalten, so liegt es nahe, die Freiheit jenseits aller Prüfungsprozesse zu suchen. Bildung wäre dann das Andere der Prüfung.
Die Grundthese dieses Buches lautet, dass diese Trennung von Bildungs- und Prüfungskonzepten in eine argumentative Sackgasse führt. Im Ausgang von den klassischen Aufklärungsphilosophien Kants und Hegels wird gezeigt, dass Momente der Prüfung und Selbstprüfung schon die alltägliche Erfahrung prägen. Als informelle Prozesse der Bewährung bilden sie einen wichtigen Angriffspunkt für Techniken der Menschenlenkung, müssen zugleich aber als privilegierter Stützpunkt des Widerstands gegen solche Techniken begriffen werden.

  • Hegel
  • Bologna-Prozess
  • Bildungspolitik
  • Pädagogik
  • Bildung

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Deutsch

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Andreas Gelhard

Andreas Gelhard

ist Assistenz-Professor für Philosophie und Bildungswissenschaft an der Universität Wien. Er lehrte an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, arbeitete als Wissenschaftslektor im Suhrkamp Verlag und als wissenschaftlicher Leiter des Forums interdisziplinäre Forschung der TU Darmstadt.

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