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Gabriele M. Schwab: Animistische Kosmologie und Politische Ökologie
Animistische Kosmologie und Politische Ökologie
(S. 125 – 142)

Gabriele M. Schwab

Animistische Kosmologie und Politische Ökologie
Marcos Prados »Estamira«

Übersetzt von Philipp Albers

PDF, 18 Seiten

  • materialist turn
  • Spiritismus
  • Ritual
  • Moderne
  • Ethnologie
  • Diskursgeschichte
  • Religion
  • Anthropologie

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Deutsch

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Gabriele M. Schwab

ist Professorin für vergleichende Literaturwissenschaft und Anthropologie an der University of California, Irvine. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts, insbesondere amerikanische Literatur, Kritische Theorie, Psychoanalyse, Kulturwissenschaft, Anthropologie und Feminismus.

Irene Albers (Hg.), Anselm Franke (Hg.): Animismus

Der »Animismus« ist eine Erfindung der Ethnologie des 19. Jahrhunderts, geprägt auf dem Höhepunkt des europäischen Kolonialismus. Animisten bevölkern die unbelebte Natur mit Seelen und Geistern. Das erklärt man als eine die materielle Realität verkennende »Projektion«, durch die den Dingen und der Natur Leben und Handlungsmacht zugeschrieben wird. Animismus wird so zum Gegenbild moderner Wissenschaft, zum Ausdruck eines »Naturzustands«, in dem Psyche und Natur als ungeschieden gelten. Wenn sich letzthin ein neues Interesse am Animismus herausgebildet hat, liegt das nicht daran, dass der Begriff als wissenschaftliche Kategorie rehabilitiert wurde. Vielmehr ist die kategorische Trennung von subjektiver und objektiver Welt selbst in Bewegung geraten.

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