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Gabriele Dietze: Anti-Genderismus intersektional lesen
Anti-Genderismus intersektional lesen
(S. 125 – 127)

Gabriele Dietze

Anti-Genderismus intersektional lesen

PDF, 3 Seiten

Der Beitrag macht darauf aufmerksam, dass Anti-Genderismus und der damit in Zusammenhang stehende sexuelle Exzeptionalismus intersektional gelesen werden muss. Die Kritik am Anti-Genderismus kann nicht auf einen anti-feministischen Backlash verkürzt, sondern sollte eher als Einigungsformel oder Vergemeinschaftungsmetapher verstanden werden. Innerhalb dieses Diskurses kann man sich auch für »sexuelle Selbstverwirklichung« aussprechen. Es geht dabei aber nicht um die Liebe zur sexuellen Emanzipation, sondern um ihre Potenz als Einwanderungsabwehr.

  • Rassismus
  • Gender
  • Migration
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Gabriele Dietze

lehrt Kulturwissenschaften und Gender Studies und ist Mitglied der DFG-Forschergruppe »Kulturen des Wahnsinns« an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Gesellschaft für Medienwissenschaft (Hg.): Zeitschrift für Medienwissenschaft 13

Spätestens seit den Enthüllungen von Edward Snowden ist deutlich geworden, in welchem Ausmaß Netzwerk- und Speichermedien Instrumente von Überwachung und Kontrolle sind. Aber nicht nur Geheimdienste generieren Daten aus der Nutzung von Medientechnologien; auch im ›Internet der Dinge‹, in den Phantasien von Big Data oder innerhalb der Quantified Self-Bewegung werden mediale Vorgänge, Ereignisse und Kommunikationen automatisierten Vermessungen unterzogen, die Kontrolle zum Ziel haben. Längst sind Debatten darüber angestoßen, wie diese Inanspruchnahme konventionelle Vorstellungen des Privaten, bürgerliche Freiheitsrechte und die Grundlagen liberal-demokratischer Gesellschaftsordnungen unterhöhlen und zerstören. Wenn dabei die sozialen Bedeutungen und politischen Effekte von Medientechniken thematisiert werden, ihre Subjektivierungsweisen und ihre Emergenz, geschieht dies häufig unter weitgehender Ausblendung medienwissenschaftlicher Positionen.

 

Schwerpunktredaktion: Dietmar Kammerer und Thomas Waitz.

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