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Georges Didi-Huberman: Schädel sein

Georges Didi-Huberman

Schädel sein
Ort, Kontakt, Denken, Skulptur

Übersetzt von Heinz Jatho

Broschur, 96 Seiten

Knöcherne Hülle, Gefäß des Denkens

Wer Denken sagt, meint Gehirn – aber damit zugleich auch Schädel. Doch ist es, als wäre das Gehirn von einer konstitutiven Blindheit geschlagen, die es daran hindert, zu erkennen oder auch zu spüren, dass es sich im Kontakt mit einer Wand befindet: jener des Schädels. Georges Didi-Huberman zeigt, wie das »Zauberkästchen« des Schädels, jene »knöcherne Schatulle« und die darin verborgenen Geheimnisse eine lange Traditionsreihe von Künstlern fasziniert – von Leonardo da Vinci und Albrecht Dürer bis hin zu Giuseppe Penone, dem italienischen Bildhauer und prominenten Vertreter der Arte Povera. Immer wieder kreist Penone um jenen unbekannten taktilen Raum, jene sich der Wahrnehmung entziehende Kontaktzone von Gehirn und Schädel, die er zum Gegenstand seiner topographischen Entwürfe macht.

Georges Didi-Huberman nimmt Penones »Landschaften des Gehirns« zum Ausgangspunkt eines ebenso instruktiven wie persönlichen Essays. Die Frage nach der Skulptur als plastischem Gegenstand und Objekt des Denkens entfaltet der renommierte Kunsthistoriker zu einer umfassenden Reflexion über das Verhältnis von Kunst und philosophischem Denken.

  • Albrecht Dürer
  • Gegenwartskunst
  • Kunst
  • Giuseppe Penone
  • Skulptur

»Für den Bildhauer ist also das Gedächtnis eine dem Material selbst eigene Qualität: die Materie ist Gedächtnis.«

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Georges Didi-Huberman

Georges Didi-Huberman

ist Kunsthistoriker und Philosoph und lehrt an der École des Hautes Études en Sciences Sociales, Paris. Zudem ist er Kurator zahlreicher Ausstellungen.

Weitere Texte von Georges Didi-Huberman bei DIAPHANES

»Dieses Gehäuse zu öffnen birgt die Gefahr, in ihm zu versinken, in ihm den Kopf zu verlieren, von ihm verschlungen zu werden.«

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