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Of what can I be truly certain?
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In 62 Episoden bis zum Tod
In 62 Episoden bis zum Tod

Gertrud Koch

Breaking Bad

Albuquerque, New Mexico, eine Stadt in der Wüste und Zentrum des zweitärmsten Bundesstaates der USA bewirbt ihre Schönheiten mit dem Slogan »It’s a trip.« Viele treten ihn an, weil die Stadt unter ihren rund 500.000 Einwohnern fiktionalen Zuwachs bekommen hat: Die Figuren einer Fernsehserie des sogenannten Quality TV, Breaking Bad. Die von Vince Gilligan entwickelte Serie ist diesem Slogan gefolgt: Der Trip ist einer, der aus den kleinbürgerlichen, angloamerikanischen Bezirken der Wüstenstadt mit ihren säuberlich aufgereihten Häusern samt Swimming­pool, Barbecue... ABO
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Claire Denis

Fragility is the only thing I really know about me

I am not a very balanced person. I am fragile and sad – almost as described in Triste Tropiques by Claude Lévi-Strauss. I feel both those adjectives, I grew up with them. I was aware of my fragility even when I was very young – a baby, learning to walk, living somewhere in Africa and already feeling that the number of white persons was very small compared to the number of black persons and also noticing that most of the black persons that I met were gardeners or maids. I felt – I am sure I am not lying – even at that very young age, not a sense of injustice, but a sort of guilt.

Guilt for what? My parents were nice people, they treated everyone well. My father was avidly learning languages, he spoke many African languages and also Pidgin English very well and he used to speak it...

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Meine Sprache
Deutsch

Aktuell ausgewählte Inhalte
Deutsch, Englisch, Französisch

Neuerscheinungen
Inke Arns (Hg.), Sylvia Sasse (Hg.), ...: Nikolaj Evreinov: »The Storming of the Winter Palace«
Georges Perec: Die dunkle Kammer
Gertrud Koch: Breaking Bad, Breaking Out, Breaking Even
J.G. Ballard: Betoninsel
Weitere Themen
Milo Rau, Andreas Tobler
Die Dinge nicht nur dar­stellen, in sie eingreifen

Die Dinge nicht nur dar­stellen, in sie eingreifen

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Rosi Braidotti

We need more planetary dimensions!

My life-long engagement in the project of nomadic subjectivity rests on a specific cartography of our globalised times, marked by large-scale and technologically-mediated transformations of our social, economic and political universes. I start from the assumption that, as a result of these upheavals, traditional forms of self-representation, familiar cultural points of reference and age-old habits of thought are being re-composed, albeit in contradictory ways.

Our historical context is marked by the schizoid structure of technology-driven advanced capitalism, as Deleuze and Guattari lucidly put it. Examples of the non-linear and internally contradictory ways of the working of this system are the vast accumulation of wealth alongside growing disparities in income, well-being and access to the very technologies that sustain our economy. Another example is the paradox of a world economy linked by a thick web of transnational flows of capital and labour, which functions through different forms and speeds of mobility, including...

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Ein Taschenuniversum für Denker und Sinnierer
Ein Taschenuniversum für Denker und Sinnierer

Yves Netzhammer

Concave Thoughts

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Damian Christinger

Konkave Gedanken zum konkaven Denken

Ob Archimedes im 3. Jh. vor unserer Zeitrechnung die römische Flotte vor Syrakus tatsächlich mit Hilfe von Hohlspiegeln in Brand steckte, gilt unter Philologen, Experimental-Archäologen und anderen Experten für Archaisches und Arkanes als äußerst umstritten. Zu lange die Zeit, in der die Schiffe unbeweglich ein Ziel hätten abgeben müssen. Da aber eine der erste Beschreibungen der antiken Laser von Lukian von Samosata stammt, kommen auch andere Möglichkeiten, anstelle der normalerweise zur Schmälerung von Archmides’ Genie ins Feld geführten Übersetzungsfehler, für die Legendenbildung in Frage. Lukian war nicht nur ein ausgezeichneter Satyriker, er kann vielleicht auch als Erfinder der Science-Fiction gelten, so zumindest sehen ihn hunderte Jahre später Erasmus von Rotterdam und Thomas Morus, die gemeinsam einige seiner Schriften herausgeben (luciani opuscula, 1506).

Lukian von Samosata war ausgebildeter Künstler – so behaupten es seine wenigen Biografen – und sehr an ästhetischen Fragen interessiert. Ihm war also das gefährliche Potential einer konkaven Spiegelfläche...

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Halluzinatorische Kraft, literarische Finesse
Halluzinatorische Kraft, literarische Finesse

Gomes/Thermann

Berge, Quallen

Auf Błaszczykowskis Schreibtisch stand neben übereinandergestapelten Bänden eines Medizinlexikons ein gräulich flackernder Computer­bildschirm. Seit mehreren Minuten versuchte Błaszczykowski, die Stirn in die linke Hand gepresst, seiner Müdigkeit einen Angriffsplan über den Königsflügel abzuringen, doch das Schachbrett zerfloss immer wieder vor den zufallenden Lidern. »Dr. Błaszczykowski!« Eine Frauenstimme riss ihn aus dem Halbschlaf, die Deckenlampen gingen an. »Sie müssen in die Notaufnahme!« In der Tür stand eine Krankenschwester, mit Hüften, die breiter als ihre Schultern waren. »Es ist dringend, Herr Doktor!«...
  • Gegenwartsliteratur
  • serielles Gedächtnis
  • Fiktion
  • Theorie des Romans

Nikolaj Evreinov, Sylvia Sasse (Hg.)

Theater für sich

Wenn im Theater der Vorhang aufgeht, sollte der Zuschauer gleich sehen, wo das Stück spielt, wovon es handelt, was der Autor erzählen will. Exponierender Dialog, Dekoration, Beleuchtung und andere Theatermittel geben ihm Orientierung. Können, Geschmack und Erfahrung des Autors sieht der ungeduldige Zuschauer, sobald der Vorhang aufgeht. Als alter Theaterhase beginne ich dieses Buch – Vorhang auf – mit einem Prolog in der Art des mittelalterlichen »Docteur Prolocuteur« und ignoriere einfach den Unterschied, den es zwischen der Wahrnehmung einer Theatervorstellung und...
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Mário Gomes

Über literarische Sprengkraft

Kaum etwas setzt schneller Rost an als Kriegsgerät und Literatur. Da nützt weder Pflege noch Wartung, am besten ist es, man lässt das Material einrosten und rüstet derweil am anderen Ende nach, erweitert Bestände, feilt an Technologien und poliert vor allem die Oberflächen auf Hochglanz, bzw. man nimmt den einfachen Weg und lässt eine Glanzschicht auftragen – einen feinen, seidenen Film –, denn so geht das heutzutage: man trägt auf. Dieser chemische Glanz der Panzer und Bücher kommt von der Sprühdose. Er hält allerdings nicht lange, sondern schwindet, sobald das Auge sich abwendet, und das Auge wendet sich schnell ab. Wo der Blick dann aber als nächstes hin eilt, glitzert und funkelt es wieder: bei jeder Militärparade wie bei jeder Buchmesse.

Dieser Glanz ist jedoch bei weitem nicht das einzige, was Krieg und Literatur verbindet. Ihre Verknüpfungen sind vielfältig und verworren. Wo Gewalt aufhört und das Schriftzeichen anfängt, ist selten klar,...

Dietmar Dath

Der Drache Kunst frisst erkaltete Formen und spuckt brennende Inhalte aus.

Die Kunstautonomie, also das bürgerliche Prinzip, die Kunst habe nicht der Regierung, der Religion, irgendeinem Geburtsadel zu willfahren, hat sich im zwanzigsten Jahrhundert mehrfach als Gelegenheit fürs Outsourcing kreativer Problemlösungen in Fragen des Kommunikations- und Arbeitsdesigns erwiesen: Erst hörten und machten nur die Kunstschaffenden unverständlichen Krach, dann die Teenager, erst war nur die Bohème nicht ordentlich sozialversichert, jetzt darf auch der Rest der Nichtbesitzenden sich selbst vermarkten und sich in kurzlebigen Projekten als flexibel, kreativ und originell beweisen, erst verbrachten nur die Cineastinnen ihre Abende beim Deuten des Gesehenen, jetzt schreiben die LOST-Fans ihre ausufernden Hermeneutika ins Netz.


So funktioniert die Kunst im Strom der sozialen Evidenzen als ein Filter, genauer: als ein Prisma, eine Vorrichtung, die Kommunikation und Handeln der Leute nach Wellenlängen zerlegt (von kurzen Sofortsignalen bis zu Zeugnissen für die Archive, for the record ). Im Autonomiebereich der Kunst geschieht diese ­Zerlegung (und die Resynthese) völlig unverborgen, im Gegensatz...

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Dieter Mersch

For an aesthetic mode of thought beyond the “linguistic turn”

To begin our journey, we must first examine the question of art as beauty and of aesthetics as a branch of philosophy—not simply as a theory of perception, but first and foremost as a science of the ‘beautiful’ and the ‘sublime’. In the early modern period, whenever the arts are mentioned, they are almost always referred to as the ‘fine’ or beautiful arts. As is well-known, aesthetics has two beginnings; in the eighteenth century and in the nineteenth century. Alexander Baumgarten first defined aesthetics as a scientia sensitiva or science of perception. In German Idealism, Georg ­Wilhelm Friedrich Hegel, Friedrich Wilhelm Joseph Schelling, and Friedrich Hölderlin revisited aesthetics, ­defining it as a theory of art. The relationship between the two is not immediately clear. The former was grounded mostly in aisthēsis, a form of cognition classified as belonging to the physical abilities of sensations, and was situated in the lower...

  • Künstlerische Forschung
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  • Diskursanalyse
Hubert Damisch

Das »Problem des Museums«

Kann die Geschichte – ganz ungeachtet der Beziehungen, die sie mit dem Gedächtnis unterhält – dabei zu sehen gegeben werden, wie sie sich in der Gegenwart herstellt? Angenommen, der Begriff eines Museums für zeitgenössische Kunst wäre vom semantischen Standpunkt her annehmbar, so würde ein solches Projekt eigentlich darauf hinauslaufen, zwei ursprünglich verschiedene Funktionen unter demselben Dach oder im Rahmen derselben Institution zu kombinieren, wenn nicht zu verwechseln: die des »Salon«, wo das Publikum die Möglichkeit hatte, sich von der Arbeit der Ateliers Kenntnis zu verschaffen; und die des Museums im genannten Sinn eines Gedächtnisorts oder -dispositivs sowie eines Konservatoriums (d.h. einer Ausbildungsstätte, A.d.Ü.). Die Institution der »Salons« ist, zumindest in Frankreich, der der Museen im modernen Sinn des Worts vorhergegangen – was hinreicht, um aus dem allgemein für exemplarisch geltenden Fall Frankreichs eine ausgeprägte Anomalie zu machen. Wie Thomas Crow gezeigt hat, erklärt die ambivalente Haltung der Akademie gegenüber den öffentlichen Ausstellungen, durch...

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