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J.G. Ballard: Crash

J.G. Ballard

Crash

Übersetzt von Ellen Antheil und Luc Meresma

Broschur, 160 Seiten

Erscheint am 19.09.2018

Die Hauptperson dieses Romans mit Namen Ballard führt eine auf leere Sexualität ­reduzierte Ehe. Nach einem Autounfall kommen er und seine Frau Catherine in ­Kontakt mit einem Kreis um den Unfallfetischisten Dr. Robert Vaughan, einem ehemaligen Medienwissenschafter, der davon überzeugt ist, dass Autounfälle ungeahnte sexuelle Energien freisetzen. Nachdem Vaughans größter Traum, bei einem Frontalunfall mit Elizabeth Taylor zu sterben, misslingt, verfolgt Ballard mit dem Rest der Gruppe dessen Mission in immer extremeren Unfallprojekten.


J.G. Ballards meisterhafte Parabel auf die Todessehnsucht des technologischen Fortschrittswahns amalgamiert den massenhaften Individual- mit perversem Geschlechtsverkehr. Weit entfernt davon, im Zeitalter von Internet und Elektromobilität an Aktualität eingebüßt zu haben, bildet Ballards exzessive Fiktion und kalte Analyse ein Schlüsseltext nicht nur für das 20. Jahrhundert. Ballards Roman anvancierte nicht zuletzt aufgrund der kongenialen Verfilmung durch David Cronenberg zu einem exquisiten ­Kultbuch.

 

»Ich würde Crash als den ersten pornographischen Roman bezeichnen, der auf Technologie beruht. In gewissem Sinne ist Pornographie die politischste Form von Literatur. Crash ist vor allem eine Warnung vor den grell erleuchteten ­Gebieten, die sich an den Rändern der technologischen Landschaften abzeichnen.« J.G. Ballard

  • Moderne
  • Dystopie
  • Psychopathia sexualis
  • Avantgarde
  • Gegenwartsliteratur
  • Automobil
  • Sexualität

»Crash ist ein tief existentielles Buch darüber, wie wir alles und jeden benutzen, wie wir durch alles und jeden benutzt werden. Und doch ist es keine Vision ohne Hoffnung.« Zadie Smith

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Deutsch

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J.G. Ballard

begann als Science-Fiction-Autor in den späten 1950er-Jahren, ging aber schon sehr bald andere Wege, da die Zukunft für ihn nicht im »outer space«, sondern im »inner space« lag. In den 1970ern veröffentlichte er »Crash« (verfilmt von David Cronenberg), »High-Rise« und »Concrete Island«, später »Empire of the Sun« (verfilmt von Stephen Spielberg) und weitere Romane über die Auswirkungen technologischer und architektonischer Entwicklungen auf die Gesellschaft, mit denen er seiner Zeit immer weit voraus war.
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