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Heinrich Barth: Ein Auszug aus »Erkenntnis der Existenz. Grundlinien einer philosophischen Systematik«
Ein Auszug aus »Erkenntnis der Existenz. Grundlinien einer philosophischen Systematik«
(S. 121 – 132)

Ein Auszug aus »Erkenntnis der Existenz. Grundlinien einer philosophischen Systematik«

Heinrich Barth

Ein Auszug aus »Erkenntnis der Existenz. Grundlinien einer philosophischen Systematik«

PDF, 12 Seiten

In diesem Ausschnitt aus seinem posthum erschienenen Hauptwerk konturiert Barth seine antiplatonische Philosophiekritik, die von der Unterscheidung zwischen Eidetischem und Erscheinendem ausgeht, um das Primat wie die Alterität des Erscheinens herauszustreichen. Wie Dieter Merschs Einführung (an anderer Stelle in diesem Band) betont, liegt darin die Aktualität der radikalisierten Phänomenologie Barths. In zeitlicher Parallele zu Levinas entwickelt Barth aus der kritischen Verortung zwischen Existenzphilosophie und Phänomenologie ein Denken, das die gegenwärtige Debatte zur Passibilität (passibilité) implizit vorwegnimmt.

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Heinrich Barth

war Professor für Philosophie an der Universität Basel. In seiner philosophischen Arbeit hat er die Begriffe Existenz und Erscheinung neu konturiert. Sein Hauptwerk: Erkenntnis der Existenz. Erkennen als Weise der Existenz erschien erst nach seinem Tod im Jahr 1967.

Mira Fliescher (Hg.), Fabian Goppelsröder (Hg.), ...: Sichtbarkeiten 1: Erscheinen

Wie gelangt das, was erscheint, in den ihm eigenen Raum zwischen Welt und Wahrnehmung? Sieht man hierin das Grundproblem aisthetischer Praxis und ihrer Theoretisierung, so lässt sich das Erscheinen weniger als Modalität fassen denn in den Durchkreuzungen, die sich durch spezifische Praktiken zwischen Konzept und Materialität, Handlungsversuch und Eigenlogik des Mediums ergeben können. Denn was erscheint, ist nicht einfach das, was man sieht. Es drängt sich auf und ist doch nicht schlicht Zumutung. Man kann sich ihm nicht entziehen.

Der vorliegende Band nähert sich diesem flüchtigen, schwer greifbaren Thema in unterschiedlichen Perspektiven und eröffnet zugleich die auf vier Bände angelegte Reihe Sichtbarkeiten, in der Praktiken von Sichtbarkeit und Sichtbarmachung analysiert werden sollen.