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Michael Mayer: Touché
Touché
(S. 293 – 305)

Michael Mayer

Touché
Über Konspiration und die Schwundspur des Realen

PDF, 13 Seiten

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Michael Mayer

lehrt Medienwissenschaft an der Universität Potsdam. Schwerpunkte seiner Lehre und Forschung sind die medienphilosophische Frage nach der Stellung des Subjekts im Feld seiner medialen Dispositive; die medienethische Frage nach dem Ort der Toten nach dem Ereignis der Shoah; die medienepistemologische Frage nach dem Verhältnis von diskursiver und bildhafter Ordnung.
Michael Mayer: Zone
Weitere Texte von Michael Mayer bei DIAPHANES
Magdalena Marszałek (Hg.), Dieter Mersch (Hg.): Seien wir realistisch

Dokumentarische Kunstpraktiken haben derzeit Hochkonjunktur, ob in Fotografie, Film, Theater, performativen Kunstexperimenten oder Literatur. Über einen »neuen Realismus« wird in der Philosophie ebenso wie in der künstlerischen Produktion diskutiert. Ein postkonstruktivistischer Realismus misstraut der Repräsentation, weiß um die Gemachtheit der Darstellung und will auf die Selbstreflexivität künstlerischer Praktiken nicht verzichten. Doch weder ist den gegenwärtigen Realismen das Begehren nach unmittelbarer Wirklichkeitserfahrung fremd, noch verzichten sie auf Wirklichkeitskritik und politische Intervention. Immer wieder geht es um die Herstellung einer Berührung mit Wirklichkeit und einer Wirklichkeit der Berührung, des Affekts – in der Einflechtung des ›Rohmaterials‹ ins Artefakt, der Restitution einer Erfahrung im Reenactment oder der Arbeit mit Zeugen und ›Experten des Alltags‹ in Film und Theater.

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