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Dominik Schrage: ›Anonymus Publikum‹
›Anonymus Publikum‹
(S. 173 – 194)

Massenkonstruktion und die Politiken des Radios

Dominik Schrage

›Anonymus Publikum‹
Massenkonstruktion und die Politiken des Radios

PDF, 22 Seiten

Dominik Schrage untersucht dies aus der Perspektive der Radioinstitution selbst, die zur Optimierung ihres eigenen Funktionierens einen Zugriff auf das anonyme und zerstreute Publikum sucht. In diesem Zusammenhang realisiert sich eine neue Konzeption von Masse, die nicht mehr durch Präsenz, sondern durch bloße Simultaneität des Hörens gekennzeichnet ist. Neben ästhetischen Experimenten ist deshalb die statistisch und apparativ objektivierte Hörerforschung die letzte Konsequenz aus den Bemühungen um Kontrolle über die Hörer.

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Dominik Schrage

studierte Philosophie, Soziologie und Romanistik in Freiburg, Chile, Paris und Berlin (FU). Seit 2001 ist er wissenschftlicher Assistent am Institut für Soziologie der TU Dresden. Seine Habilitation erfolgte 2008. 2011 war er Vertretungsprofessor für Soziologie an der Leuphana Universität Lüneburg.
Weitere Texte von Dominik Schrage bei DIAPHANES
Daniel Gethmann (Hg.), Markus Stauff (Hg.): Politiken der Medien

Die Fragestellung dieses Bandes ist auf politische Effekte gerichtet, die sich von denen der Parteien, der staatlichen Institutionen und politischer Akteure grundlegend unterscheiden. Die politische Routine wird von Medien strukturiert, die eine spezifische regierungstechnologische Rationalität entfalten, während mediale Kriegstechnologien den politischen »Ausnahmezustand« dominieren.

Etablieren Medien ihre eigene Form der Souveränität? Wird diese Souveränität durch Techniken oder Codierungen sichergestellt? Sind Medien Regierungstechnologien, die weitgehend unabhängig von staatlichen Institutionen das Verhalten von Bevölkerungen und Individuen anleiten oder einer Selbstregierung Rationalität verleihen? – Die Frage nach den Politiken der Medien erfordert sowohl eine spezifische Bestimmung medialer Mechanismen als auch eine immer neue Identifizierung ihrer politischen Effekte, womit zugleich der Begriff des Politischen selbst zur Diskussion steht.

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