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Markus Stauff: Zur Gouvernementalität der Medien
Zur Gouvernementalität der Medien
(S. 89 – 110)

Fernsehen als ›Problem‹ und ›Instrument‹

Markus Stauff

Zur Gouvernementalität der Medien
Fernsehen als ›Problem‹ und ›Instrument‹

PDF, 22 Seiten

Noch in der Gegenwart, so eine These von Markus Stauff, wird das Medium Schrift politisiert, indem es genutzt wird, um familiäre Strukturen zu plausibilisieren und zu regulieren. Unter Rückgriff auf Foucaults Modell der Gouvernementalität verortet er die Politiken der Medien im Phänomen ihrer allgegenwärtigen Problematisierung, die dazu führt, dass alle medialen Praktiken zugleich zu Praktiken werden, mit denen Verhalten – das eigene oder das von anderen – geführt und optimiert werden soll.

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Markus Stauff


arbeitet am Department Media Studies der Universität Amsterdam (UvA). Forschungsschwerpunkte: Fernsehtheorie, Cultural Studies, Mediensport.

Weitere Texte von Markus Stauff bei DIAPHANES
Daniel Gethmann (Hg.), Markus Stauff (Hg.): Politiken der Medien

Die Fragestellung dieses Bandes ist auf politische Effekte gerichtet, die sich von denen der Parteien, der staatlichen Institutionen und politischer Akteure grundlegend unterscheiden. Die politische Routine wird von Medien strukturiert, die eine spezifische regierungstechnologische Rationalität entfalten, während mediale Kriegstechnologien den politischen »Ausnahmezustand« dominieren.

Etablieren Medien ihre eigene Form der Souveränität? Wird diese Souveränität durch Techniken oder Codierungen sichergestellt? Sind Medien Regierungstechnologien, die weitgehend unabhängig von staatlichen Institutionen das Verhalten von Bevölkerungen und Individuen anleiten oder einer Selbstregierung Rationalität verleihen? – Die Frage nach den Politiken der Medien erfordert sowohl eine spezifische Bestimmung medialer Mechanismen als auch eine immer neue Identifizierung ihrer politischen Effekte, womit zugleich der Begriff des Politischen selbst zur Diskussion steht.

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