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Nicolas Schneider (Hg.), Reiner Schürmann: Diskordanz der Zeiten

Reiner Schürmann, Nicolas Schneider (Hg.)

Diskordanz der Zeiten

Mit einem Nachwort von Nicolas Schneider

Broschur, 210 Seiten

PDF, 208 Seiten

MORGEN DAS MANNIGFALTIGE

Angesichts der Erschöpfung aller metaphysischen Figuren des Grundes muss eine ­Philosophie, die auf Letztbegründungen verzichten will, die Frage nach Ethik und Handeln völlig neu stellen. Schürmanns Denken skizziert ein solches Denken der Praxis am Ausgang der Metaphysik in intensiver Auseinandersetzung mit Derrida, Foucault und ­Heidegger.  
Vor dem Hintergrund der Bruchlinien eines Widerstreits diskordanter Zeiten befassen sich die Aufsätze mit dem Verhältnis von Gesetz und Transgression, Technik und Tragödie, Humanismus und Ökonomie, um nicht zuletzt auch die Möglichkeiten eines anarchistischen Subjekt­­begriffs auszuloten.


Die hier erstmals auf Deutsch vorliegenden Texte Reiner Schürmanns  markieren unverzichtbare Ecksteine eines Denkens, dessen Tragweite hier auch jenseits seiner beiden Hauptwerken Le principe d’anarchie und Die gebrochenen Hegemonien deutlich wird.

Inhalt
  • 7–30

    Anti-Humanismus. Reflexionen der Wende zur post-modernen Epoche

    Reiner Schürmann

  • 31–50

    Zu Selbstregulierung und Überschreitung

    Reiner Schürmann

  • 51–76

    Die Moderne – die letzte Epoche einer geschlossenen Geschichte?

    Reiner Schürmann

  • 77–102

    »Was soll ich tun?« am Ende der Metaphysik. Ethische Normen und die Hypothese der geschichtlichen Schließung

    Reiner Schürmann

  • 103–130

    Wie man sich selbst als anarchistisches Subjekt konstituiert

    Reiner Schürmann

  • 131–162

    Letzte Doppelbindungen

    Reiner Schürmann

  • 163–192

    Technizität, Topologie, Tragödie: Heidegger über »das Rettende« im Weltbereic

    Reiner Schürmann

  • 195–208

    Zur Spaltung des Verstandes. Das Prinzip der Anarchie und die Kritik epochaler Ökonomien

    Nicolas Schneider

  • Subjektivierung
  • Anarchie
  • Ethik
  • Verantwortung
  • Philosophiegeschichte
  • Michel Foucault

»Ein provokanter Vermittler zwischen philosophischen Kulturen und Epochen.«  FAZ

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Deutsch

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Nicolas Schneider

teaches philosophy and cultural theory at Humboldt University Berlin. He holds a PhD in Philosophy from the Centre for Research in Modern European Philosophy, Kingston University London, and an MSc in European Studies from the London School of Economics and Political Science.
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Reiner Schürmann

Reiner Schürmann

wurde 1941 in Amsterdam geboren und ver­brachte seine Kindheit und Jugend in Krefeld. Ab 1960 studierte er Philosophie in München, unterbrochen durch einen Aufenthalt in einem israelischen Kibbuz. 1961 trat er als Novize bei den Dominikanern in Frankreich ein und studierte von 1962–69 Theologie im Saulchoir, Essonne, bei Paris, unterbrochen durch einen Studienaufenthalt in Freiburg i. Br. bei Heidegger. 1970 wurde er zum Dominikanerpriester ordiniert, verließ den Orden 1975 jedoch wieder. Seit den frühen siebziger Jahren lebte Schürmann in den USA und wurde 1975 von Hannah Arendt und Hans Jonas an die New School for Social Research in New York berufen. 1993 starb Reiner Schürmann an Aids. Sein umfangreiches philosophisches Werk verfasste Schürmann in französischer Sprache.

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