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Eckhard Leuschner: Innovation ohne den Großen Innovator?
Innovation ohne den Großen Innovator?
(S. 187 – 209)

Zur Modernisierung der Antwerpener Kunst während der Abwesenheit von Rubens (1600–1608)

Eckhard Leuschner

Innovation ohne den Großen Innovator?
Zur Modernisierung der Antwerpener Kunst während der Abwesenheit von Rubens (1600–1608)

PDF, 23 Seiten

  • 17. Jahrhundert
  • Epistemologie
  • Kunstgeschichte
  • Malerei
  • Barock
  • Kunstwissenschaften

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Deutsch

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Eckhard Leuschner

hat eine Professur für Kunstgeschichte/Kunsttheorie an der Universität Erfurt inne. Sein Forschungsspektrum umfasst die Kunst in Italien und den Niederlanden vom 15. bis zum 20. Jahrhundert unter besonderer Berücksichtigung der Druckgraphik, Norm- und Maßkonzepte in Kunst und Bildkulturen des 19. bis 21. Jahrhunderts, sowie Kunsttheorie, Kulturaustausch und die Ikonographie der Frühen Neuzeit.

Weitere Texte von Eckhard Leuschner bei DIAPHANES
Ulrich Pfisterer (Hg.), Gabriele Wimböck (Hg.): »Novità«

Ausgangsthese des Bandes ist, dass in den Jahrzehnten um 1600 die Vorstellung von ›radikalem Traditionsbruch‹ und ›voraussetzungslosem Neuanfang‹ in den Bildkünsten erstmals weithin denkbar wurde und die Gestaltung, Wahrnehmung und Einschätzung von Kunstwerken die entscheidende Rolle zu spielen begann. Neben das bislang dominierende Theoriemodell kreativer Imitatio trat damit eine grundsätzlich anders konzipierte Alternative, die Kategorie des ›Neuen‹ zu fassen. Zwischen diesen beiden Extremen wurde im zeitgenössischen Kunstdiskurs nun zudem eine Vielzahl von ›Zwischenlösungen‹ erprobt.

Gefragt wird also nach der Bedeutung von Vorstellungen, Theorien und pragmatischen Umsetzungen, die auf das ›Neue‹ in den Bildkünsten zielten: auf der Ebene der Produktion und Rezeption von Werken ebenso wie auf derjenigen des Selbstverständnisses und der Fremdeinschätzung von Künstlern und Kunst. Die Auseinandersetzungen und Positionsbestimmungen vollzogen sich dabei nicht nur im dauernden Wechselspiel zwischen Theorie und Praxis, zwischen visuellen und sprachlichen Kategorien. Möglichkeiten und Grenzen des ›Neuen‹ in Kunst und Kunsttheorie wurden europaweit diskutiert und durch die Importe von ›exotischen Kunstobjekten‹ noch beflügelt.

Der Band versteht sich als Beitrag zu einer umfassenden Bestimmung und Präzisierung des ›epistemischen Wissenswandels‹ in Europa um 1600.

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