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Cornelius Borck: Vom Spurenlesen und Fintenlegen
Vom Spurenlesen und Fintenlegen
(S. 213 – 225)

Canguilhems Votum für eine Empirie organischer Rationalität

Cornelius Borck

Vom Spurenlesen und Fintenlegen
Canguilhems Votum für eine Empirie organischer Rationalität

PDF, 13 Seiten

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Cornelius Borck

Cornelius Borck

ist Direktor des Instituts für Medizin- und Wissenschaftsgeschichte der Universität Lübeck. Vorher war er Canada Research Chair in Philosophy and Language of Medicine an der McGill University in Montreal, Kanada. Von 2002 bis 2004 leitete er die Forschungsgruppe »Das Leben schreiben. Medientechnologien und die Wissenschaften vom Leben« an der Fakultät Medien der Bauhaus Universität Weimar. Seine Forschungsschwerpunkte sind Geschichte biomedizinischer Visualisierungsverfahren, Epistemologie des Mensch-Maschine-Verhältnisses, Mensch-Maschine-Verhältnisse in Kunst und Wissenschaft, Experimentalkulturen zu Gehirn und Geist, Sinnes- und Neuroprothesen, Hirnforschung zwischen Medientechnik und Neurophilosophie.

Weitere Texte von Cornelius Borck bei DIAPHANES
David Gugerli (Hg.), Michael Hagner (Hg.), ...: Nach Feierabend 2007

Die Produktion, Lagerung und Verteilung von Wissensbeständen hat im 20. Jahrhundert gewaltige Veränderungen erfahren. Die für eine Geschichte des Wissens relevanten Probleme scheinen fast unüberschaubar. Wie werden zum Beispiel aus Fakten Daten (und umgekehrt) und wie verändert sich das auf Daten basierende, aus Daten hergestellte und mit Hilfe von Daten verfügbar gemachte Wissen? Wie mutieren herkömmliche Narrative zu rechnergestützten Views und softwaregenerierten Visualisierungen? Welche Rolle spielen Datenbanken als Medien temporärer Stagnation, als Mittel der Rekombination von Wissensbeständen oder als Instrumente zur Herstellung von Relationalität? Wie wird Wissen in Datenbanken reguliert und neu geordnet?

Die Beiträge zum thematischen Schwerpunkt »Daten« fragen nach den informationstechnologischen Bedingungen der Wissenszirkulation, nach ihrer Form und ihren Implikationen im Alltag. Sie beleuchten verschiedene Aspekte von Wissensspeicherungs- und Distributionstechniken und stellen die damit einhergehenden gesellschaftlichen und technischen Veränderungen in einen historischen Kontext.