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Astrid Deuber-Mankowsky: Ästhetische Illusion als Bestandteil des Wissens
Ästhetische Illusion als Bestandteil des Wissens
(S. 67 – 82)

Zu Kants Opponenten-Rede

Astrid Deuber-Mankowsky

Ästhetische Illusion als Bestandteil des Wissens
Zu Kants Opponenten-Rede

PDF, 15 Seiten

Astrid Deuber-Mankowsky widmet sich einem Vertreter des Wissenschaftsprogramms der anthropologischen Ästhetik, mit dem Kant 1777 konfrontiert wurde. Dieses Programm verfolgt die Ambition, logische und metaphysische Erkenntnisse als Resultate einer Ästhetisierung des
Wissens aufzuweisen. Statt mit einer Ästhetisierungskritik auf dieses Programm zu antworten, führt Kant jedoch den Begriff der ästhetischen Illusion ein, von dem Deuber-Mankowsky zeigt, dass er im Zentrum des komplexen Verhältnisses von Ästhetik und Wissen im Kantschen Denken steht.

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Astrid Deuber-Mankowsky

ist Inhaberin des Lehrstuhls für Medienöffentlichkeit und Medienakteure unter besonderer Berücksichtigung von Gender, sowie Direktorin des Instituts für Medienwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Medialität und Gender, Wahrnehmungstheorie, Illusionspraktiken, Medientheorie, Philosophie und Lebenswissenschaften.

Weitere Texte von Astrid Deuber-Mankowsky bei DIAPHANES
Ilka Brombach (Hg.), Dirk Setton (Hg.), ...: »Ästhetisierung«

»Ästhetisierung« lautet das Schlagwort eines K­ritikgenres des 20. Jahrhunderts, das die Grenzen zwischen dem Ästhetischen und Nichtästhetischen in polemischer Absicht vermessen hatte: Von Benjamins Diagnose einer »Ästhetisierung des politischen Lebens« über Debords »Gesellschaft des Spektakels« bis hin zu den verschiedenen Spielarten der Post­modernekritik ging es darum, dominante Momente des Ästhetischen auszumachen, welche die Bereiche der Politik, der Erkenntnis oder der Religion in eine Krise ihrer Norma­tivität stürzen.

Zunehmend lässt sich nun eine gegenläufige Tendenz beobachten: Teile der Geistes-, Geschichts- und Kulturwissenschaften behaupten eine konstitutive Funktion des Ästhetischen für politische, epistemische und religiöse Praktiken. Statt im Ästhetischen einen externen Stör- und Krisenfaktor zu sehen, wird es nun entweder als wesentlich für das Gelingen oder Funktionieren dieser Praktiken akzentuiert oder als Schlüsselbegriff betrachtet, um die Begriffe des Wissens, des Politischen und Religiösen einer grundlegenden Revision zu unterziehen.

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