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Judith Raum, Susanne Stemmler: Das deutsche Bagdadbahn-Bauprojekt zwischen 1888 und 1918. Postkoloniale Recherche zu widerständigen Gesten in künstlerischer Form
Das deutsche Bagdadbahn-Bauprojekt zwischen 1888 und 1918. Postkoloniale Recherche zu widerständigen Gesten in künstlerischer Form
(S. 123 – 131)

Das deutsche Bagdadbahn-Bauprojekt zwischen 1888 und 1918: Postkoloniale Recherche nach widerständigen Gesten in künstlerischer Form

Judith Raum, Susanne Stemmler

Das deutsche Bagdadbahn-Bauprojekt zwischen 1888 und 1918. Postkoloniale Recherche zu widerständigen Gesten in künstlerischer Form

PDF, 9 Seiten

Zwischen 1888 und 1918 drangen deutsche Unternehmer und Bankiers im Zuge des Baus der Anatolischen Eisenbahn und der Bagdadbahn zunächst imaginär und dann sehr konkret in das Osmanische Reich vor, um wirtschaftlichen Nutzen daraus zu ziehen. Judith Raum sucht in ihren Arbeiten widerständige Momente auf, die dem deutschen wirtschaftlichen Engagement als semi-kolonialem Projekt eingeschrieben sind. Im Gespräch mit Susanne Stemmler legt sie das Verhältnis ihrer grundlegenden Archiv- und Vor-Ort-Recherchen zu den künstlerischen Formen ihrer Arbeit dar.

  • Kunst
  • Künstlerische Forschung
  • Experiment
  • Wissen
  • Wahrnehmung

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Deutsch

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Judith Raum

lebt und arbeitet als Malerin und bildende Künstlerin in Berlin. Sie studierte Bildende Kunst, Philosophie, Kunstgeschichte und Psychoanalyse in Frankfurt/M. und New York. Sie unterrichtete an der Universität der Künste Berlin. Ihre Arbeiten werden international gezeigt, der Heidelberger Kunstverein widmet ihr 2014 eine Einzelausstellung.

Susanne Stemmler

Susanne Stemmler

ist Literatur- und Kulturwissenschaftlerin und arbeitet an der Schnittstelle zu künstlerischen Praktiken und Formen der Wissensgenese.
Von 1997 bis 2004 lehrte sie Romanistik sowie Medien- und Kulturwissenschaft an der Universität Düsseldorf. Im Rahmen ihres Forschungsprojekts »Die urbane Ästhetik kultureller Praxis: Hip Hop in New York, Paris und Berlin« war sie am Graduiertenkolleg »Kultur und Geschichte der Metropole« der TU Berlin sowie als Visiting Fellow u.a. an der Columbia University in New York tätig. Sie ist Mitherausgeberin der Reihe »Urbane Welten. Texte zur kulturwissenschaftlichen Stadtforschung«. Folgende Themenbereiche stehen im Zentrum ihrer Forschung und Lehre: Postkoloniale Literatur, zeitgenössische Musikkulturen, Kultur und Globalisierung, französischsprachige Literaturen, Migration und transkulturelle Prozesse, urbane und populäre Kulturen, Text-Bild-Verhältnisse, Visuelle Kulturen, Kultur und Klimawandel.

Weitere Texte von Susanne Stemmler bei DIAPHANES
Susanne Stemmler (Hg.): Wahrnehmung, Erfahrung, Experiment, Wissen

Wissenschaftsnahe Arbeitsweisen von Künstlerinnen und Künstlern – oft als »künstlerische Forschung« bezeichnet – werfen Fragen der Produktion, des Teilens, des Dekonstruierens und der Wiederaneignung von Wissen auf. Verhältnisse von Objektivität und Subjektivität sind dabei stets untergründiges oder auch explizit angesprochenes Thema: Während von »den Wissenschaften« oft noch eine »objektive« Herangehensweise erwartet wird, reklamieren die Künste die Freiheit und das Recht auf »Subjektivität«. Es ist aber genau der schmale Grat zwischen diesen beiden Extremen, auf dem Definitionen künstlerischer und wissenschaftlicher Praktiken ausgehandelt werden. Der Band versammelt Positionen von Expertinnen und Experten aus Wissenschaften und Künsten sowie von Künstlerinnen und Künstlern zu diesem Thema.

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