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Hans-Jörg Rheinberger, Susanne Stemmler, ...: »Denken mit den Händen«. Objektizität und Extimität im wissenschaftlichen Experiment
»Denken mit den Händen«. Objektizität und Extimität im wissenschaftlichen Experiment
(S. 45 – 52)

»Denken mit den Händen«. Objektizität und Extimität im wissenschaftlichen Experiment

Hans-Jörg Rheinberger, Lucie Strecker, Susanne Stemmler

»Denken mit den Händen«. Objektizität und Extimität im wissenschaftlichen Experiment

PDF, 8 Seiten

Als Epistemologie »von unten« erläutert Hans-Jörg Rheinberger seine Charakterisierung der Subjekt-Objekt-Verhältnisse in der Experimental-anordnung. Dabei stellt er die Dinge, die Objekte des experimentellen Handelns, in den Vordergrund und erzählt statt einer Geschichte der wissenschaftlichen Objektivität eine Geschichte der Objektizität, wie er es nennt. Das gleichzeitig innen und außen Involviert-Sein des Subjekts ist der Aspekt, an dem im Gespräch mit Susanne Stemmler und Lucie Strecker die Überschneidungen von wissenschaftlichem und künstlerischem Experiment erkennbar werden.

  • Wahrnehmung
  • Wissen
  • Kunst
  • Experiment
  • Künstlerische Forschung

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Deutsch

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Hans-Jörg Rheinberger

Hans-Jörg Rheinberger

wurde 1946 in Grabs in der Schweiz geboren. Er studierte Biologie und Philosophie in Tübingen und Berlin, promovierte 1982 und habilitierte sich 1987 als Molekularbiologe. Von 1997 bis 2014 war er Direktor am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin. Er ist Honorarprofessor für Wissenschaftsgeschichte an der TU Berlin, Dr. h.c. der ETH Zürich und Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften sowie der Leopoldina. Seine Forschungsschwerpunkte sind u.a. die Geschichte und Epistemologie des Experimentierens in den Lebenswissenschaften. Er erhielt 2006 die Ehrendoktorwürde der ETH Zürich sowie den Cogito-Preis und hielt 2012 die Distinguished Lecture der History of Science Society.
Weitere Texte von Hans-Jörg Rheinberger bei DIAPHANES
Susanne Stemmler

Susanne Stemmler

ist Literatur- und Kulturwissenschaftlerin und arbeitet an der Schnittstelle zu künstlerischen Praktiken und Formen der Wissensgenese.
Von 1997 bis 2004 lehrte sie Romanistik sowie Medien- und Kulturwissenschaft an der Universität Düsseldorf. Im Rahmen ihres Forschungsprojekts »Die urbane Ästhetik kultureller Praxis: Hip Hop in New York, Paris und Berlin« war sie am Graduiertenkolleg »Kultur und Geschichte der Metropole« der TU Berlin sowie als Visiting Fellow u.a. an der Columbia University in New York tätig. Sie ist Mitherausgeberin der Reihe »Urbane Welten. Texte zur kulturwissenschaftlichen Stadtforschung«. Folgende Themenbereiche stehen im Zentrum ihrer Forschung und Lehre: Postkoloniale Literatur, zeitgenössische Musikkulturen, Kultur und Globalisierung, französischsprachige Literaturen, Migration und transkulturelle Prozesse, urbane und populäre Kulturen, Text-Bild-Verhältnisse, Visuelle Kulturen, Kultur und Klimawandel.

Weitere Texte von Susanne Stemmler bei DIAPHANES

Lucie Strecker

erhielt ein Diplom für Freie Kunst an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und den Magistertitel für Schauspielregie an der Universität für Darstellende Künste Wien. Seit 2009 erarbeitet sie in Kooperation mit Klaus Spiess Modelle für künstlerische Performances an der Schnittstelle von Philosophie, Medizin und Sprachtheorie. Arbeiten wurden in Einzel- und Gruppenausstellungen und auf Festivals gezeigt.

Weitere Texte von Lucie Strecker bei DIAPHANES
Susanne Stemmler (Hg.): Wahrnehmung, Erfahrung, Experiment, Wissen

Wissenschaftsnahe Arbeitsweisen von Künstlerinnen und Künstlern – oft als »künstlerische Forschung« bezeichnet – werfen Fragen der Produktion, des Teilens, des Dekonstruierens und der Wiederaneignung von Wissen auf. Verhältnisse von Objektivität und Subjektivität sind dabei stets untergründiges oder auch explizit angesprochenes Thema: Während von »den Wissenschaften« oft noch eine »objektive« Herangehensweise erwartet wird, reklamieren die Künste die Freiheit und das Recht auf »Subjektivität«. Es ist aber genau der schmale Grat zwischen diesen beiden Extremen, auf dem Definitionen künstlerischer und wissenschaftlicher Praktiken ausgehandelt werden. Der Band versammelt Positionen von Expertinnen und Experten aus Wissenschaften und Künsten sowie von Künstlerinnen und Künstlern zu diesem Thema.

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