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Gabriele Gramelsberger: Epistemische Praktiken des Forschens im Zeitalter des Computers
Epistemische Praktiken des Forschens im Zeitalter des Computers
(S. 91 – 108)

Gabriele Gramelsberger

Epistemische Praktiken des Forschens im Zeitalter des Computers

PDF, 18 Seiten

Aus wissenschaftsphilosophischer Perspektive betont Gabriele Gramelsberger die Notwendigkeit, die »epistemologischen Konsequenzen« zu analysieren, die aktuell durch Veränderungen wissenschaftlicher Forschungsverfahren, beispielsweise im digitalen Labor, entstehen. Eine solche Analyse kann zur Pluralisierung des Erkenntnismonopols beitragen, da sie evidenzbildende Kategorien der Wissenschaft selbst befragt. Wohingegen Untersuchungen der semantischen Repräsentationen, Logiken oder Argumentationsstrategien von Wissenschaft die Dichotomie zwischen Kunst und Wissenschaft bestärken und das Erkenntnismonopol letzterer unhinterfragt lassen würden.

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Gabriele Gramelsberger

Gabriele Gramelsberger

ist Wissenschaftsphilosophin an der Freien Universität Berlin. Sie forscht zum Wandel der Wissenschaft durch den Computer sowie zur zunehmenden Mathematisierung der Lebenswelt. Seit 2009 leitet sie den Forschungsverbund »Embodied Information – ›Lebendige‹ Algorithmen & Zelluläre ›Maschinen‹« an der FU Berlin.

Weitere Texte von Gabriele Gramelsberger bei DIAPHANES
Elke Bippus (Hg.): Kunst des Forschens

Im Zuge der Verflechtung von Wirtschaft und Forschung sieht die Wissenschaft sich einem Ökonomisierungsdruck ausgesetzt, der anwendungs- und ergebnisorientiertes Wissen einfordert – auf Kosten des Wagnisses und der kritischen Reflexion. Könnte sich im Wechselspiel zwischen Kunst und (Natur-)Wissenschaft das Ideal der »freien« Wissenschaft und des Wissens wiederbeleben lassen? Was wäre die Spezifik künstlerischer und ästhetischer Forschungsverfahren und Wissensformen?

 

Die Beiträge rücken eine »Kunst des Forschens« in den Blick, die eine eigentümliche Vermischung theoretischer und kulturwissenschaftlicher Forschungen betreibt, im Feld des Sinnlichen und Begrifflichen gleichermaßen arbeitet und ästhetische mit epistemischen Praktiken vermengt. Eine solche »Aktivität des Erforschens« gewinnt eine politische Komponente, indem sie zur Vorbereitung und Verbreitung eines anderen Denkens von Verantwortung beiträgt und gängige Trennungen von Kunst und Wissenschaft, von Theorie und Praxis fragwürdig werden lässt.