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Jean-Luc Nancy: Die fragile Haut der Welt

Jean-Luc Nancy

Die fragile Haut der Welt

Übersetzt von Thomas Laugstien

Broschur, 176 Seiten

Erscheint am 13.04.2021

»Dass der Mensch den Menschen unendlich übersteigt – dieser Satz von Pascal hat unsere Zeit und das, was auf uns zukommt, eröffnet.« Ob unter dem Namen »Moderne« (»Post­moderne«) oder »Anthropozän«, die Selbstbehauptung und Selbstüberschätzung des Menschen in seinem Fortschreiten in und mit der Zeit hat weder einen Anfang noch findet sie ein Ende. In den Texten seines aktuellsten Buches geht es Jean-Luc Nancy daher weniger um die urphilosophische Frage nach Anfang, Geschichte und Zukunft, sondern vielmehr um die Grenzen, Ränder, Säume, Ufer, die unsere Welt markieren und eine Gegenwart bezeichnen. An ihnen entlangzufahren bedeutet, ein Sensorium für eine durch die immensen Kräften von Technologie und Ökononomie überdehnte Welt und deren Fragilität auszubilden.

 

Die Haut bildet den Rand, der das Eigene vom Anderen trennt und beides in einen ­Kontakt bringt. Nancys Denken sucht im Zusammenspiel und der Verflechtung von Innen und Außen eine erste Vorstellung dessen zu gewinnen, was man »singuläre Endlichkeit« nennen könnte: eine Endlichkeit, die sowohl ihre vereinzelte Pluralität als auch ihre unendliche Wahrheit ausmacht.

  • Grenzen
  • Anthropozän
  • Endlichkeit
  • Globalisierung
  • Singularität

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Jean-Luc Nancy

Jean-Luc Nancy

zählt zu den bedeutendsten Philosophen der Gegenwart. Er lehrte bis zu seiner Emeritierung Philosophie an der Université Marc Bloch in Straßburg und hatte Gastprofessuren in Berkeley, Irvine, San Diego und Berlin inne. Sein vielfältiges Werk umfasst Arbeiten zur Ontologie der Gemeinschaft, Studien zur Metamorphose des Sinns und zu den Künsten, Abhandlungen zur Bildtheorie, aber auch zu politischen und religiösen Aspekten im Kontext aktueller Entwicklungen.

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