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Moritz Gleich: Vom Speichern zum Übertragen
Vom Speichern zum Übertragen
(S. 19 – 32)

Moritz Gleich

Vom Speichern zum Übertragen
Architektur und die Kommunikation der Wärme

PDF, 14 Seiten

Um 1800 kommen alle drei modernen Methoden des zentralen Heizens von Gebäuden auf, basierend auf dem konvektiven Potential von Wasser, Dampf und Luft. Der Beitrag beschreibt – mit besonderem Blick auf Letzteres – anhand von Bau- und Textbeispielen, wie damit ein Konzept der physischen Übertragung in die Architektur einrückt, das ebenso tiefgreifende konstruktive wie diskursive Folgen hat: Unter den Bedingungen zentraler Luftheizungen beginnen Gebäude als thermodynamische Systeme geplant und auf ihre medialen Effekte hin befragt zu werden.

  • 19. Jahrhundert
  • Haustechnik
  • thermodynamische Systeme
  • Architektur
  • Wissensgeschichte

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Deutsch

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Moritz Gleich

ist wissenschaftlicher Assistent am Institut für Geschichte und Theorie der Architektur an der ETH Zürich. Seine Forschungsinteressen liegen im Bereich der kulturwissenschaftlichen Architekturforschung. In seiner Dissertation untersucht er die Entstehung operativer und maschineller Architekturkonzepte in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Veröffentlichungen u.a.: »Architect and Service Architect. The Quarrel between Charles Barry and David Boswell Reid«, in: Interdisciplinary Science Reviews, Bd. 37, Nr. 4, 2012; »Die Fluten von San Francisco«, in: Passepartout (Hg.): Weltspiele – Weltnetzwerke. Jules Vernes »In 80 Tagen um die Welt«, Konstanz (Konstanz University Press) 2013.

Gesellschaft für Medienwissenschaft (Hg.): Zeitschrift für Medienwissenschaft 12

Die Medialität der Architektur wurde immer wieder unterschiedlich konzipiert: Architektur ist als Kanalsystem beschrieben worden, das Ströme lenkt, als kommunikative Oberfläche, mit der man interagiert, als Hülle, die man sich anzieht, oder als infrastrukturelle Matrix, deren Protokolle sich umschreiben lassen. Die hier versammelten Beiträge gehen solchen historischen wie aktuellen Konzeptionen nach und rücken Verbindungen von Architektur- und Technikgeschichte in eine medienwissenschaftliche Perspektive. Sie zeigen, wie im Zusammenspiel von technischen Gefügen, theoretischen Modellen und sozialen Konstellationen je neue Architekturen entstehen, die Handlungsmacht unterschiedlich modellieren und verteilen.

 

Schwerpunktredaktion: Christa Kamleithner, Roland Meyer, Julia Weber.

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