Nutzerkonto

Thomas Haigh: Von-Neumann-Architektur, Speicherprogramierung und modernes Code-Paradigma
Von-Neumann-Architektur, Speicherprogramierung und modernes Code-Paradigma
(S. 127 – 139)

Thomas Haigh

Von-Neumann-Architektur, Speicherprogramierung und modernes Code-Paradigma
Drei Leitbilder früher Rechenanlagen

PDF, 13 Seiten

Historiker sind sich darüber einig, dass alle Computer, die in den späten 1940er Jahren auf der Welt gebaut wurden, von einem einzigen Konzept inspiriert wurden: einem unveröffentlichten Typoskript mit dem kryptischen Titel »First Draft of a Report on the EDVAC«. Im historischen Rückblick lassen sich drei Leitbilder der frühen Rechenanlagen unterscheiden: das Leitbild der von-Neumann-Architektur, das EDVAC-Hardware-Paradigma und das moderne Code-Paradigma. Der Aufsatz dokumentiert ihre vorübergehende Einheit und mittelfristige Auseinanderentwicklung, und unterscheidet sie von dem, was bisher meist als »Speicherprogrammierung« zusammengedacht wurde.

  • Speicherprogrammierung
  • EDVAC
  • Computer
  • Programmierung
  • Informatik
  • Von-Neumann-Architektur
  • Technikgeschichte
  • Geschichte der Programmierung

Meine Sprache
Deutsch

Aktuell ausgewählte Inhalte
Deutsch, Englisch, Französisch

Thomas Haigh

ist nach einer Ausbildung als Programmierer, Informatiker und Historiker seit 2010 Associate Professor an der School of Information Studies, University of Wisconsin-Milwaukee. Er leitete von 2005 bis 2014 die Abteilung »Computers, Information and Society« der Society for the
History of Technology und betreut seit 2003 die Biografien der IEEE Annals of the History of Computing. Forschungsschwerpunkte: Sozio-Informatik, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Computerisierung und des Programmierens.

Weitere Texte von Thomas Haigh bei DIAPHANES
Gesellschaft für Medienwissenschaft (Hg.): Zeitschrift für Medienwissenschaft 12

Die Medialität der Architektur wurde immer wieder unterschiedlich konzipiert: Architektur ist als Kanalsystem beschrieben worden, das Ströme lenkt, als kommunikative Oberfläche, mit der man interagiert, als Hülle, die man sich anzieht, oder als infrastrukturelle Matrix, deren Protokolle sich umschreiben lassen. Die hier versammelten Beiträge gehen solchen historischen wie aktuellen Konzeptionen nach und rücken Verbindungen von Architektur- und Technikgeschichte in eine medienwissenschaftliche Perspektive. Sie zeigen, wie im Zusammenspiel von technischen Gefügen, theoretischen Modellen und sozialen Konstellationen je neue Architekturen entstehen, die Handlungsmacht unterschiedlich modellieren und verteilen.

 

Schwerpunktredaktion: Christa Kamleithner, Roland Meyer, Julia Weber.

Inhalt