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Vincent Bontems: Simondons Klassifizierung technischer Objekte
Simondons Klassifizierung technischer Objekte
(S. 43 – 58)

Vincent Bontems

Simondons Klassifizierung technischer Objekte

PDF, 16 Seiten

In seinem Buch »Die Existenzweise technischer Objekte« (1958) verwendet Gilbert Simondon die Begriffe »Ding« und »System« nicht. Er definiert vielmehr verschiedene Typen von Objekten und ihre Entwicklung innerhalb von technischen Linien. Seine Klassifizierung stützt sich nicht auf die Gebrauchsweisen, sondern auf das innere Funktionieren der Objekte und ihre Beziehungen zu ihrer »assoziierten Umwelt« (die natürlichen und künstlichen Bedingungen ihrer Arbeitsvorgänge). Diese Kriterien erlauben es, die Objekte ihrem Individualitätsniveau entsprechend zu sortieren, von den einfachsten Elementen bis zu den komplexesten Netzen. In späteren Studien hat Simondon diese Klassifizierung überarbeitet, indem er passive, aktive und informative Maschinen unterschieden und dabei die Fortschritte in ihrer Autonomie hervorgehoben hat.

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Vincent Bontems

arbeitet als Forscher im Labor zur Erforschung der Wissenschaften von der Materie (LARSIM - CEA). Seine Arbeiten beziehen sich auf die Erkenntnistheorie der Physik (Gaston Bachelard), die Philosophie der Technik (Gilbert Simondon) und die Soziologie der Wissenschaft (Pierre Bourdieu). Seine neuesten Arbeiten betreffen die Innovationsprozesse von wissenschaftlichen Instrumenten, Diagrammen und Bildern der Wissenschaften sowie die Ethik technischer Objekte.

Gerhard Gamm (Hg.), Petra Gehring (Hg.), ...: Jahrbuch Technikphilosophie 2015

Avancierte Technikphilosophen haben die Frage nach der angemessenen Gegenstandsebene nicht als eine Alternative zwischen Ding oder System begriffen, sondern darauf insistiert, dass es sich um Aspekte des Technischen handelt, die nur in ihrem Zusammenhang verständlich werden. Das Bemühen des Schwerpunktthemas richtete sich darauf, die Konjunktion zu bestimmen, die zwischen Ding und System besteht.

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