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Hans-Jörg Rheinberger: Wie werden aus Spuren Daten, und wie verhalten sich Daten zu Fakten?
Wie werden aus Spuren Daten, und wie verhalten sich Daten zu Fakten?
(S. 117 – 125)

Hans-Jörg Rheinberger

Wie werden aus Spuren Daten, und wie verhalten sich Daten zu Fakten?

PDF, 9 Seiten

  • Datenverarbeitung
  • Informatik
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Hans-Jörg Rheinberger

Hans-Jörg Rheinberger

wurde 1946 in Grabs in der Schweiz geboren. Er studierte Biologie und Philosophie in Tübingen und Berlin, promovierte 1982 und habilitierte sich 1987 als Molekularbiologe. Von 1997 bis 2014 war er Direktor am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin. Er ist Honorarprofessor für Wissenschaftsgeschichte an der TU Berlin, Dr. h.c. der ETH Zürich und Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften sowie der Leopoldina. Seine Forschungsschwerpunkte sind u.a. die Geschichte und Epistemologie des Experimentierens in den Lebenswissenschaften. Er erhielt 2006 die Ehrendoktorwürde der ETH Zürich sowie den Cogito-Preis und hielt 2012 die Distinguished Lecture der History of Science Society.
Weitere Texte von Hans-Jörg Rheinberger bei DIAPHANES
David Gugerli (Hg.), Michael Hagner (Hg.), ...: Nach Feierabend 2007

Die Produktion, Lagerung und Verteilung von Wissensbeständen hat im 20. Jahrhundert gewaltige Veränderungen erfahren. Die für eine Geschichte des Wissens relevanten Probleme scheinen fast unüberschaubar. Wie werden zum Beispiel aus Fakten Daten (und umgekehrt) und wie verändert sich das auf Daten basierende, aus Daten hergestellte und mit Hilfe von Daten verfügbar gemachte Wissen? Wie mutieren herkömmliche Narrative zu rechnergestützten Views und softwaregenerierten Visualisierungen? Welche Rolle spielen Datenbanken als Medien temporärer Stagnation, als Mittel der Rekombination von Wissensbeständen oder als Instrumente zur Herstellung von Relationalität? Wie wird Wissen in Datenbanken reguliert und neu geordnet?

Die Beiträge zum thematischen Schwerpunkt »Daten« fragen nach den informationstechnologischen Bedingungen der Wissenszirkulation, nach ihrer Form und ihren Implikationen im Alltag. Sie beleuchten verschiedene Aspekte von Wissensspeicherungs- und Distributionstechniken und stellen die damit einhergehenden gesellschaftlichen und technischen Veränderungen in einen historischen Kontext.