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Literatur

Der Patriarch ist tot
Der Patriarch ist tot

Alice Ceresa, Marie Glassl (Hg.)

Der Tod des Vaters

»Wir wissen sehr wenig über die Familie, darüber, was sie ist, was sie sein sollte, was sie sein könnte. Aber wir können klar sehen, warum sie ist, wie sie ist. Paradoxerweise können wir heute höchstens eines mit Sicherheit sagen: Wenn die Familie Gefahr läuft zusammenzubrechen, wenn sie nicht länger auf der wirtschaftlichen und psychologischen Unterwerfung der Frauen als Mütter und brave Arbeiterinnen beruhen kann, dann muss dies eines von zwei Dingen bedeuten: Entweder ist die Mutter, die Ehefrau und geduldige...
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Aktuelle Texte

Angelika Meier

Dreifaltigkeit meiner Zwirnspulenexistenz

In perfekt sitzender Uniform, die Hakenkreuzbinde frisch aufgebügelt, stehe ich in einer langen Schlange in einer amerikanischen Behörde, um einen Antrag auf einen total war zu stellen, doch nach stundenlangem Schlangestehen teilt mir der freundliche Sachbearbeiter mit, dass das application form for foreign aggressions im Saal nebenan zu erbitten sei. Da ich ein depressiver Faschist bin, lasse ich trotz meiner feschen braunen Uniform den Kopf immer recht schnell hängen und beschließe daher, für heute Schluss und lieber erst morgen den nächsten Versuch zu machen. Am nächsten Morgen stehe ich so auch tatsächlich wacker in der richtigen Schlange, habe dann aber nicht alle Papiere zusammen, um ordnungsgemäß einen total war zu beantragen. Neben der Geburtsurkunde (Original, keine Kopie!) fehlen mir zwei weitere Empfehlungsschreiben amerikanischer Staatsbürger. Man braucht fünf. Aber – ich dachte, drei… Nein, fünf insgesamt! Lächelnd hebt die Sachbearbeiterin ihre rechte Hand, die Finger anschaulich gespreizt. Wo ich doch aber schon...

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Il disait « ne travaille jamais ! »
Il disait « ne travaille jamais ! »

Raphaëlle Milone

Dachy Vivant

Vivant, je ne l’appelais jamais Dachy, je l’appelais Marc. On ne peut pas s’empêcher de les transformer, les morts. Ils nécessitent un traitement spécial. Je l’ai rencontré deux mois avant de faire une tentative de suicide, en mai 2014. J’avais vingt-deux ans. Un ami, C., nous a présentés ; ce devait être fait. J’étais en train d’élaborer le premier numéro d’un fanzine, que j’avais choisi d’appeler OROR. La première chose que j’ai expliquée à Dachy, c’est qu’OROR était la moitié lumineuse de Maldoror....
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Ein Roadtrip ohne Road

Mário Gomes

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