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Wissenschaft

One plus one equals other

Dieter Mersch

Epistemologies of Aesthetics

We  identified ‘showing’—rather than ‘saying’—as the primary self-manifestation of the aesthetic. By ‘showing’ and ‘manifestation’ we do not mean expression, but exhibition and exposition. Wherever works work only with aisthēta and relevance is drawn from perceptions or things and their materiality—from every nuance of coloring, from the way in which objects are framed or combined, from the position of a detail, from the interval between two notes and their microtonal succession or arrhythmic placement, from any hesitation of physical feeling,...
  • Diskursanalyse
  • Epistemologie
  • Ästhetik
  • Denkt Kunst
  • Künstlerische Forschung
Rosi Braidotti

We need more planetary dimensions!

My life-long engagement in the project of nomadic subjectivity rests on a specific cartography of our globalised times, marked by large-scale and technologically-mediated transformations of our social, economic and political universes. I start from the assumption that, as a result of these upheavals, traditional forms of self-representation, familiar cultural points of reference and age-old habits of thought are being re-composed, albeit in contradictory ways.

Our historical context is marked by the schizoid structure of technology-driven advanced capitalism, as Deleuze and Guattari lucidly put it. Examples of the non-linear and internally contradictory ways of the working of this system are the vast accumulation of wealth alongside growing disparities in income, well-being and access to the very technologies that sustain our economy. Another example is the paradox of a world economy linked by a thick web of transnational flows of capital and labour, which functions through different forms and speeds of mobility, including...

  • Globalisierung
  • Kapitalismus
  • Europa
  • Identität
  • Feminismus
Elisabeth Bronfen

Marking the passage from misfortune to good luck

An even more strikingly risky moment, which for Don anticipates both a personal and a professional crisis, occurs at the open door of an elevator in the fifth season. After Megan has confessed to him that she wants to stop working at the agency so as to fully concentrate on her acting career, he accompanies her to the elevator, where he takes leave of her by demonstratively giving her a passionate kiss before the door closes. Then, as though this were an afterthought, he once more presses the button. Although, almost immediately, the doors of the elevator next to the one that Megan just stepped into begin to open, he suspects that something is wrong. Standing on the threshold of the opening, he finds himself looking down into the dark abyss of the empty elevator shaft. More astonished than alarmed, he steps back. Then the doors close again. The concrete...

  • Architektur
  • 1960er Jahre
  • Alltag
  • Arbeitswelt
  • Amerika
Neuerscheinungen

 

Themen
Mirjam Schaub

Radikaler Dinggebrauch oder ästhetische Wiederverwertung?

  • Gegenwartskunst
  • Ding
  • Design
  • Kunsttheorie
  • Denkt Kunst
  • Kunst
  • Ästhetik
  • Ware
  • Installation
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  • Akteur-Netzwerk-Theorie
  • Materialität
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  • Kuratorische Praxis
  • Potentialität
Jean-Luc Nancy

»Körper in Ausdehnung, zum Bersten gespannt«

Ein anderer – wenn er ein anderer ist, so ist er ein anderer Körper. Ich hole ihn nicht ein, er bleibt auf Distanz. Ich beobachte ihn nicht, er ist kein Objekt. Ich ahme ihn nicht nach, er ist kein Bild. Der andere Körper spielt sich in meinem noch einmal. Er durchquert ihn, macht ihn beweglich oder stachelt ihn an. Er leiht oder schenkt ihm seinen Schritt.

Mehr als einmal hat man im Blick auf einen Tänzer oder eine Tänzerin v­eranschaulicht, was man einst Empathie oder Intropathie nannte: die Reproduktion des anderen in sich – der Widerhall, die Resonanz des anderen.

Der andere da drüben, nah in seiner Entfernung, gespannt, eingefaltet, entfaltet, verbogen, hallt in meinen Gelenken wider. Ich nehme ihn eigentlich weder mit den Augen noch mit dem Gehör noch durch Berührung wahr. Ich nehme nicht wahr, ich halle wider. Hier bin ich, gekrümmt von seiner Krümmung, geneigt...

  • Descartes
  • Körper
  • Tanz
  • Leib-Seele-Problem
  • Ästhetik

 

Thomas Brandstetter

Astrobiologie als zweifach paradoxe Wissenschaft

Die kopernikanische Revolution hat die Erde vom Mittelpunkt des Kosmos zu einem Trabanten der Sonne gemacht. Damit hat sie auch den Status der anderen Planeten verändert: diese wurden nun nicht mehr als vollkommene, aus einem »fünften Element« bestehende Körper vorgestellt, sondern als erdähnlich. Infolgedessen stand auch die Frage nach ihrer Bewohnbarkeit im Raum. Bereits Johannes Kepler stellte Spekulationen über die Bewohner des Mondes an, und seit dem Ende des 17. Jahrhunderts waren Außerirdische ein fester Bestandteil kosmologischer Überlegungen. Zwar finden sich bereits in der Literatur der Antike Mondbewohner, etwa in Lukians Wahrer Geschichte. Doch dienten solche Mondreisen der satirischen Betrachtung der menschlichen Gesellschaft, der in Gestalt fremder Wesen ein Spiegelbild vorgehalten werden sollte. Das Besondere an den Außerirdischen der Neuzeit war, dass sie ein Produkt der Wissenschaft, nicht der Literatur darstellten (auch wenn man die Bedeutung der satirischen Tradition nicht unterschätzen sollte). Das heißt, dass die Phantasie den Regeln der Plausibilität...

  • Spiel
  • Evolutionstheorie
  • Science Fiction
  • Experiment
Igor Samokhin

Ranking als sich selbst verstärkendes System

Was verbirgt sich hinter der postulierten Annahme von Qualität? Um in scheinbar wissenschaftlicher Weise messbar gemacht zu werden, muss Qualität quantifiziert werden. Auf gewisse Weise erinnert dieser Prozess an die Ersetzung des Gebrauchswerts durch den Tauschwert, wie es die marxistische Philosophie beschreibt (↑ Leistungspunkte/ECTS). Wie wir sehen, ist es nicht nur der Kontext, es ist die Substanz der Rankings selbst, die ihre Rolle in der Marktorientierung höherer Bildung verrät (↑ Employability). Ein Großteil der Kritik an Rankings hinterfragt die bloße Möglichkeit, Dinge wie Lehre und Forschung zu quantifizieren und das Verhältnis von jedem einzelnen Faktor in der Gesamtpunktezahl korrekt zu ermitteln. Dieses Problem scheint sich einfacher bei der Forschung zu stellen, die bereits seit einiger Zeit an der Anzahl der Publikationen und Erwähnungen in Zeitschriften mit ↑ peer review gemessen wird, was sorgfältig von spezialisierten Agenturen analysiert wird. Aber wie soll man mit einer so subtilen Angelegenheit wie der Lehre umgehen?

  • Ökonomisierung
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  • Bologna-Prozess
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