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Wissenschaft

Lawless: Clouds Reprise
Lawless: Clouds Reprise

Ute Holl

The Moses Complex

The Moses complex derives its actuality from recalling the emergence of cultures as fields of mutually engendering relationships. From the perspective of media studies, which is a science of differential relationships between materialities and immaterialities, noises and messages, channels and signals, apparatuses and perceptions, the relationship to God or gods turns out to be one between people and their systems of thought. So media studies argues against fundamentalism, whether ontological, anthropological, or technicistic. The figure of Moses is a decisive node...
  • Arnold Schönberg
  • Jean-Marie Straub
  • Danièle Huillet
  • Gemeinschaft
  • Exil
News + Veranstaltungen

Gespräch mit Jean-Luc Nancy: Stören! – Strategien politischer Intervention

13.06.2017, 19:30

Maxim Gorki Theater
Am Festungsgraben 2
10117 Berlin
Deutschland

 

Themen
Aktuelle Texte

Okwui Enwezor

Intense Proximity

In Tristes Tropiques, a seminal work of ethnography and travel writing published to international acclaim in 1955, the great anthropologist Claude Lévi-Strauss begins the account of his legendary research trip into the interior of Brazil in a sceptical tone: “I hate travelling and explorers. Yet here I am proposing to tell the story of my expeditions.”Despite its hybrid format – combining memoir, travel writing, and ethnography – Tristes Tropiques became a popular bestseller. Its readers went beyond the niche audience of experts and immediately established its author as a major figure in the fields of anthropology and structuralism. The book appeared at a historical turning point, not only in the way structuralism was transforming anthropology – based on the analysis of society through the structure of language and culture – but also because it was unveiled during the post-war period, when ethnography was being transformed by the great movements of...

  • Identität
  • Ethnologie
  • Kulturtransfer
  • Blick
  • Claude Lévi-Strauss
Aktuelle Texte

Antonio Negri

Was ist heute subversive Politik?

Wir haben eine lange Phase der Zweideutigkeit und der Paradoxe durchgemacht. Das Postmoderne war eine Kultur des Übergangs und hat in den Figuren des Zufälligen und der Ungewissheit Handlungsalternativen von unauflösbarer Komplexität gefunden, die diesem Epochenwandel innewohnten. Heute ist dieser Übergang vollzogen, und damit hat sich definitiv eine Zäsur etabliert, allerdings mit paradoxen Konsequenzen. Durch das Beharren auf der historischen Zufälligkeit und auf der Komplexität der Systeme sind die linken und rechten politischen Ideologien keineswegs verschwunden, sondern haben sich überlagert, vermischt und sind miteinander verschmolzen. Die Neutralisierung des Politischen ging mit einer überstürzten Bewegung der verschiedensten Positionen in Richtung einer »extremen Mitte« einher; ein wahrer »Extremismus des Zentrums« tauchte hier auf. In jeder Erfahrung und an jedem Ort der Demokratie versucht man deshalb, einen festen postideologischen Punkt zu finden, ein neutrales Zentrum, um aus dem Chaos herauszukommen. Kann man insofern behaupten, dass heute versucht wird, etwas Neues, Nützliches und den...

  • Gouvernementalität
  • Kapitalismus
  • Widerstand
  • Politik
  • Gemeinschaft

 

Filmidee und literarisches Meisterwerk: lyrisch, funkelnd, von unerhörter Präzision.
Filmidee und literarisches Meisterwerk: lyrisch, funkelnd, von unerhörter Präzision.

James Agee

Der Tramp und die Bombe

Eine Atombombe explodiert über New York. Die entsetzlichen Auswirkungen hat niemand vorhergesehen: Kein menschliches Wesen hat überlebt. Mit Ausnahme des Tramp. Durch die menschenleere Wüstenei eines post-apokalyptischen New York wankt Charlie Chaplin in seiner Paraderolle als Vagabund, dem nur sein tiefschwarzer Humor geblieben ist. Und er stößt auf weitere Überlebende: eine junge Frau, ein Neugeborenes – und ein Grüppchen Wissenschaftler, die sich inmitten der Ruinen eine Basis für ihre neue Weltordnung eingerichtet haben… 1947 wendet sich James Agee an den von...
  • Atomzeitalter
  • Charlie Chaplin
  • Film
  • Dystopie
  • Drehbuch
Aktuelle Texte

Julian Müller

Klausurrelevanz vs. produktive Überforderung

Die Geschichte richtet sich gegen eine bestimmte und in diesem Ausmaß neue Form der Relevanz- und Aufmerksamkeitsökonomie. Was sich in den letzten beiden Jahren, verschärft seit der Umstellung von Diplom- und Magisterstudiengängen auf Bachelorstudiengänge, beobachten lässt, ist ein veränderter studentischer Habitus (↑ Lebensführung, studentische). Die Studierenden arbeiten überaus konzentriert und aufmerksam, aber es gibt etwas Irritierendes an dieser Aufmerksamkeit. Bisweilen hat man als Dozent das Gefühl, alles, was man sagt, würde auf eine Metainformation hin untersucht, so als gäbe es hinter dem Gesagten noch versteckte Botschaften für das, worum es wirklich geht. Die Studierenden sind so sehr damit beschäftigt, den einen scheinbar klausurrelevanten Satz herauszufiltern, den sie in jeder Sitzung vermuten, dass die Seminare bisweilen an ihnen vorbeiziehen. Die Angst, diesen einen Satz zu verpassen, ist ebenso groß wie die Enttäuschung, wenn diese Sätze von den Lehrenden gar nicht erst geliefert werden. Dass Seminare aber ganz gut ohne diesen einen entscheidenden...

  • Bologna-Prozess
  • Studium
  • Lehre
  • Universität
  • Kontrolle
Aktuelle Texte

Max Lamb

»Ich habe meine Hände buchstäblich in die Materialien gesteckt«

Ich komme aus einem kleinen Ort an der Südwestküste Englands, aus einer Gegend namens Cornwall, wo ich von frühester Kindheit an mit der Umwelt, der Natur und mit natürlichen Materialien vertraut wurde. Wenn man jung ist, begreift man kaum, was man hat, bis man etwas anderes kennenlernt, mit dem es sich vergleichen lässt. So kann ich erst jetzt, nachdem ich Cornwall verlassen habe, in Newcastle studierte und in London lebe, verstehen, wie sehr mich meine Kindheit und meine Erziehung tatsächlich geprägt haben. Ich betreibe mein eigenes Studio in London und bin Designer, doch zugleich bin ich auch ein sogenannter »Maker«, und ein »Maker« zu sein ist ein ganz wesentlicher Teil meiner Praxis. 


Das Projekt, mit dem ich 2006 am Royal College of Art in London­ abschloss, war unter anderem eine Reaktion auf all meine vorange­gangenen Tätigkeiten, sowie auf die Stelle, die ich damals innehatte.


Nach meinem Studium in Newcastle und bevor...

  • Design
  • Ding
  • Materialästhetik
  • Anthropologie
  • Architektur