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Wissenschaft

Ist das Drama k.o.? Ist das Theater k.o.?
Ist das Drama k.o.? Ist das Theater k.o.?

Alexander García Düttmann

Kann es eine Gesellschaft ohne Feier geben oder Die kritische Frage des Theaters

Ist das Drama k.o.? Ist das Theater k.o.? Versinkt es im Chaos? Als »Zeremonie aller Zeremonien« oder als »Feier aller Feiern« bestimmt Alain Badiou das Theater in einer kurzen philosophischen Abhandlung, die den Titel Rhapsodie für das Theater trägt und die 1990 zum ersten Mal veröffentlicht wurde. Denn das Theater macht den Staat sichtbar, zeigt nicht die Revolution. Es handelt von dem Bewußtsein, das in einem bestimmten Stand oder Zustand der Politik erlangt wird, erklärt den Stand der Dinge, ist die...
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  • Ästhetik
  • Alain Badiou
Aktuelle Texte
Es gibt kein absolutes Besonderes.

Rolf Bossart, Milo Rau

Es gibt kein absolutes Besonderes.

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News + Veranstaltungen

Sergei Eisenstein: The Anthropology of Rhythm

19.09.2017 – 19.01.2018

Nomas Foundation
Viale Somalia 33
01199 Rom
Italien

Straub/Huillet: Sagen Sie's den Steinen

13.09.2017 – 19.11.2017

Akademie der Künste
Hanseatenweg 10
10557 Berlin
Deutschland

»Der zerklüftete Augenblick«:
Reiner-Schürmann-Kolloquium

02.11.2017, 09:00

ESPACE DIAPHANES
Dresdener Str. 118
10999 Berlin
Deutschland

Sturm auf den Winterpalast: Geschichte als Theater

23.09.2017 – 25.10.2017

Gessnerallee Zürich
Gessnerallee 8
8001 Zürich
Schweiz

 

Themen
Aktuelle Texte

Wolfgang Ullrich

Das ökonomische Modell der Universität

Hinter der Umwandlung der Universitäten in Unternehmen, die alles der Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt unterwerfen, verbirgt sich ein merkwürdiges Misstrauen. Offenbar besteht die Befürchtung, heutzutage würden die Interessen der Studierenden und die der Arbeitgeber viel schlechter miteinander in Verbindung zu bringen sein als früher. Man unterstellt, ein Studium würde häufig in der Sackgasse enden oder rundum nutzlos sein, wenn man seinen Verlauf und die inhaltlichen Schwerpunkte dem Einzelnen überlässt (↑ Überschneidungsfreiheit). Was aber sollte sich an den Menschen oder auch an den Bedingungen der heutigen Gesellschaft insgesamt in den letzten Jahrzehnten so markant geändert haben, dass es Gründe dafür geben könnte, das Studium müsse verschult, jeder Studierende am Gängelband genommen, alles en détail definiert und kontrolliert werden (↑ Qualitätssicherung)? Was sollte sich verschlechtert oder verschlimmert haben, sodass man ein lange Zeit insgesamt erfolgreiches Modell von Universität für obsolet erklären konnte?

Tatsächlich verdankt sich der Bologna-Prozess, nicht anders als der Fanatismus der Autonomie-Verfechter, einer...

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Aktuelle Texte

Vinzenz Hediger

Was heißt es, wenn das Wissensregime der Kunst von einem neuen Medium Besitz ergreift?

Der Künstler ist auf den Kritiker angewiesen und der Kritiker auf den Künstler. Ihre Symbiose ist geknüpft an starke Gefühle, die der Erfahrung von Abhängigkeit und Macht entspringen. Der moderne Künstler muss sich vom Publikum unabhängig erklären und sucht schließlich doch die Gunst des ­Publikums und des Kritikers, der Kritiker hält seinen Abstand zu beiden (auch das eine doppelte Beziehung). Das Publikum muss sich »immer durch den Kritiker vertreten fühlen« und doch »stets Unrecht erhalten«, denn für Kritiker sind »seine Kollegen die höhere Instanz«, wie Benjamin schreibt, »nicht das Publikum.« So bilden Künstler, Kritiker und Publikum eine Struktur, in der ein komplexes Hin und Her von Zuneigung und Zurückweisung seinen Ort findet: Das Melodrama der modernen Kunstkritik, in welchem immer wieder alle drei Akteurtypen als über Gebühr Befangene, wenn nicht Gefangene erscheinen. 


Als weiteres Hindernis auf dem Weg zu einer möglichen Einheit von Kunst und Kritik enthält das System der...

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  • Künstler

 

Maria Zinfert (Hg.)

Kracauer. Fotoarchiv

Das Fotobuch »Kracauer. Fotoarchiv« zeigt vorwiegend unveröffentlichte fotografische und handschriftliche Materialien aus dem Nachlass des Soziologen, Feuilletonisten und Filmtheoretikers Siegfried Kracauer: Portraits, Stadt- und Landschaftsaufnahmen eröffnen Einblicke in den durch Flucht und Exil geprägten Lebensweg des Autors und seiner Ehefrau Elisabeth, genannt Lili. Die Portraits Kracauers, die bisher anonymen Fotografen zugeordnet wurden, stammen alle von seiner Frau Lili, und auch Kracauer selbst hat forografiert, wie die im Deutschen Literaturarchiv Marbach aufbewahrten originalen Abzüge, Kontakte, Filmrollen und handschriftliche Materialien erweisen (unter...
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  • Autobiographie
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Aktuelle Texte

Antonio Negri

Was ist heute subversive Politik?

Wir haben eine lange Phase der Zweideutigkeit und der Paradoxe durchgemacht. Das Postmoderne war eine Kultur des Übergangs und hat in den Figuren des Zufälligen und der Ungewissheit Handlungsalternativen von unauflösbarer Komplexität gefunden, die diesem Epochenwandel innewohnten. Heute ist dieser Übergang vollzogen, und damit hat sich definitiv eine Zäsur etabliert, allerdings mit paradoxen Konsequenzen. Durch das Beharren auf der historischen Zufälligkeit und auf der Komplexität der Systeme sind die linken und rechten politischen Ideologien keineswegs verschwunden, sondern haben sich überlagert, vermischt und sind miteinander verschmolzen. Die Neutralisierung des Politischen ging mit einer überstürzten Bewegung der verschiedensten Positionen in Richtung einer »extremen Mitte« einher; ein wahrer »Extremismus des Zentrums« tauchte hier auf. In jeder Erfahrung und an jedem Ort der Demokratie versucht man deshalb, einen festen postideologischen Punkt zu finden, ein neutrales Zentrum, um aus dem Chaos herauszukommen. Kann man insofern behaupten, dass heute versucht wird, etwas Neues, Nützliches und den...

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Aktuelle Texte

André Lepecki

Even in the most adverse environments…

With freedom to sensorially redistribute, yet disengaged, the question is how to transform passive agitation (i.e., a movement that by moving keeps everything in place), how to transform aesthetic yet disengaged participation into engaged action. Which means that the choreopolitical question for a passive-yet-participating society becomes the following: how to rescue and activate politically and aesthetically that other central element constitutive of the political (at least as much as dissensus), energeia? That concept coined by Aristotle where notions of actuality, work, ephemerality and dynamics all converge to manifest and produce (choreo-)political energy?29 As work that works, as energy that energizes, and as movement that in moving triggers action, the semantic field defined by energeia is one without which there would be no politics; and indeed, no dancing. Energeia qualifies movement (kinesis) not only as something that moves, but as a motion that acts. It is thanks to it that a...

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  • Giorgio Agamben
  • Passivität
  • Jacques Rancière