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Aktuelle Texte

Jean-Luc Nancy

Des zétrangers des zah des zuh

Fremdartiger extraneus von draußen nicht von drinnen (intraneus) nicht von zu Hause unheimlich nicht von daheim
vor den Toren – fores foreigner nicht im Einklang zu viel odd irregulär nicht normal selten sonderbar seltsam merkwürdig besherat tapfer elegant eigensinnig durchgedreht verschroben falsch frappierend ungewöhnlich erstaunlich

 

Es ist erstaunlich wie reich wir sind an Wörtern Formen Weisen die um das seltsam Fremde des Ausländers kreisen der nicht unser Landsmann ist pas pays avec nous wie man früher in Frankreich sagte c’est un pays à moi für jemanden aus meinem Dorf meiner Gegend meiner Provinz meinem Nest

 

Reich im Übermaß für alles was nicht nah und eigen geeignet passend mitmenschlich ist kein Mitdasein

 

Denn wir nehmen an dass mit avec with stimmig gehaltvoll solide und solidarisch ist und dass das was without avecsans mitohne ist außermittig oder außermitmenschlich

 

Aber »mit« »selbig« »nah« verlangt das Abrücken das Außen

Aktuelle Texte

Stephen Barber

An immodest proposal

J.G. Ballard’s self-declared ‘Immodest Proposal’ for a global war-­alliance to exact the destruction of America demonstrates the provocatory zeal of his last fiction plans, as well as their enduring prescience. As Ballard emphasises several times in the World Versus America notebooks, he is utterly serious in his concerns and visions.
Although the Ballard ­estate declined permission for any images of pages from the World Versus America archival notebooks to accompany this essay, any member of the general public interested to do so can readily visit the British Library and view the notebooks in their entirety in the freely-­accessible manuscripts collection there.

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Issue 10 out soon!
Issue 10 out soon!

DIAPHANES MAGAZINE No. 10

Issue 10 — Punk Philology — edited by Donatien Grau: With contributions by Dodie Bellamy, Simon Critchley, Emanuele Coccia, Dennis Cooper, Cosey Fanni Tutti, Michael Dean, Sina Dell’Anno, Jas’ Elsner, Charlie Engman, Kim Gordon, Donatien Grau, Yannick Haenel, Richard Hell, Michèle Lamy, Paul McCarthy, Eileen Myles, Dan-el Padilla Peralta, David Rimanelli, Ariel Spiegler, James Spooner, Honor Titus, Johanna Went. Cover art by M/M (Paris)
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Eins mit der Stadt
Eins mit der Stadt

Joseph Mitchell

Street Life

Zu meiner Zeit habe ich mich in jedem einzelnen der vielen hundert Viertel, aus denen diese Stadt sich zusammensetzt, gründlich umgetan, und mit »Stadt« meine ich die ganze Stadt – Manhattan, Brooklyn, die Bronx, Queens und Richmond. In manchen Ecken war ich nur ein, zwei Mal, aber in anderen Vierteln – oder in bestimmten Straßen – war ich wieder und immer wieder, manchmal aus Gründen, über die ich mir genau im Klaren bin, manchmal aus ­Gründen, die ich nur dunkel ahne, manchmal aus...
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Literatur
Ist das Drama k.o.? Ist das Theater k.o.?

Alexander García Düttmann

Ist das Drama k.o.? Ist das Theater k.o.?

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Literatur

Johannes Binotto

Der Zähmung widersprechen

Von der Zähmung zu sprechen und ihr zu widersprechen muss damit anfangen, das Wort selbst zum Reden zu bringen. »Zahm« – der rätselhafte Ausdruck geht auf dieselben sprachgeschichtlichen Wurzeln zurück wie die Wörter »Damm« und »Zimmer«. Das Zähmen, so macht die Etymologie damit bereits klar, ist ein Akt der Eindämmung, des Abscheidens und der Einpassung. Was einmal gezähmt wurde, hat seither einen klar begrenzten Ort, seine eigene Kammer, in die es fortan nicht einmal mehr eingesperrt werden muss, weil es das Zimmer in Form seiner Zähmung dauernd mit sich herumträgt. Der zahme Bär an der Leine des Schaustellers, wie man ihn noch Anfang des 20. Jahrhunderts auf den Jahrmärkten vorführte, schien zwar auf dem offenen Dorfplatz zu stehen, steckte dabei aber doch eigentlich im grausamen Käfig seines Dompteurs, den dieser ebenso eng wie unsichtbar um ihn gezimmert hatte.

Noch suggestiver ist da das Französische, wo man das zahme Tier »animal privé«...

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A dialogue that doesn’t cover up its traces
A dialogue that doesn’t cover up its traces

David Graeber

Anarchy—In a Manner of Speaking

There’s endless literature on the mob or “the madness of crowds”, and most people do assume that any kind of crowd is necessarily going to be, collectively, stupider than any one of the individuals that make it up. That’s why most people accept the legitimacy of authoritarian leadership. If this were really true, it stands to reason that if you took even any one random person out of the crowd and made that person dictator, the crowd would make better...
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  • Politische Theorie
“Aboard ship! ye philosophers!”
“Aboard ship! ye philosophers!”

Wu Yi

The Sea as Mirror

A genealogy of philosophy in the form of a geology of the diluvial, so to speak. I’ve asked: how does the ocean, as a physical presence, a dynamic relationship, and an unsettling imaginary, challenge and reinvent philosophy as it understands itself to be and defines itself against? The method I’ve hitherto practiced is one simple and well-suited to the purpose: to de-sublimate and re-sublimate the variously over-sublimated layer of sense in philosophy with one’s own being, flesh and blood, and...
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Wissenschaft
Courbets Gesicht, erfunden von Baudelaire

Michael F. Zimmermann

Courbets Gesicht, erfunden von Baudelaire

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